Umweltgefahr: Schiff treibt führungslos durch die Antarktis

Umweltgefahr
Schiff treibt führungslos durch die Antarktis

Ein chinesischer Schlepperfischer ist vor der antarktischen Küste in Brand geraten. Die Besatzung konnte gerettet werden, doch das Schiff treibt führungslos durch die Antarktis. Umweltexperten sind alarmiert.
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Santiago de ChileEin chinesischer Trawler ist vor der Antarktis-Küste in Brand geraten. Die 97 Besatzungsmitglieder des Schlepperfischers „Kai Xin“ seien von dem norwegischen Schiff „Juvel“ gerettet worden und auf ein Logistikschiff der chinesischen Fischerflotte gebracht worden, teilte die chilenische Kriegsmarine mit. Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 55 Kilometer nordwestlich der chilenischen Basis O'Higgins, die auf der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel liegt.

Der Trawler treibe führungslos rückwärts mit einer Geschwindigkeit von fünf Knoten, sagte der chilenische Fregattenkapitän Juan Marcelo Villegas Vira am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Das havarierte Schiff bewege sich in der Mitte der Bransfield-Straße, nachdem es sich am Vortag der Antarktis-Küste genähert hätte.

Der chilenischer Hochseeschlepper „Lautaro“ sei von Punta Arenas ausgelaufen und könne bei gutem Wetter in rund 48 Stunden bei „Kai Xin“ anlangen. Bislang sei kein Treibstoffverlust bemerkt worden, sagte der Marineoffizier, der in Chile für die Überwachung der antarktischen Gewässer zuständig ist. Der Schlepper habe Experten zur Bekämpfung von Meeresverschmutzung und entsprechende Ausrüstung an Bord.

Die Ursachen der Havarie blieben zunächst unklar. Ein erster Überflug habe am Mittwoch noch eine kleinere Rauchwolke an Bord des Krill-Fischers erkennen lassen. Am Donnerstag sei ein zweiter Überflug wegen starken Nebels abgebrochen worden, erklärte Villegas Vira.

Die Information über den Kurs des Schiffes sei von der Besatzung des Logistikschiffes „Skyfrost“ an die chilenische Marine weitergegeben worden. Das Unfallgebiet sei nicht der Fischerei freigegeben. Die chinesische Flotte sei anscheinend nur auf der Durchfahrt dort gewesen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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