Umweltmaßnahmen
San Francisco kämpft gegen Plastiktüten

San Francisco hat als erste amerikanische Stadt alle Plastiktüten aus ihren Supermärkten verbannt. Künftig sollen nur noch Stoff- und Papiertüten und andere biologisch abbaubare Produkte erlaubt sein. Die betroffenen Unternehmen jammern.

HB SAN FRANCISCO. Der Stadtrat der kalifornischen Metropole stimmte am Dienstag für ein Verbot von Plastiktüten in großen Lebensmittelläden und Drogeriemärkten, berichtete der „San Francisco Chronicle“. Künftig sollen nur noch Stoff- und Papiertüten und andere biologisch abbaubare Produkte erlaubt sein. Die neue Vorschrift tritt in sechs Monaten in Kraft.

Die Stadt will damit der drohenden Umweltkatastrophe durch Plastikabfälle entgegen wirken. Die Tüten würden unter anderem die Abfallhalden anwachsen lassen und als Plastikmüll die Meere verschmutzen, hieß es zur Begründung. „Hoffentlich werden andere Städte und Bundesstaaten unserem Beispiel folgen“, sagte der Stadtabgeordnete Ross Mikarimi. Er hatte den Gesetzesvorschlag eingereicht, nachdem eine Absprache zur freiwilligen Reduzierung der Plastiktüten gescheitert war.

US-Supermärkte geben beim Lebensmittelkauf kostenlos dünne Plastiktüten oder wahlweise Papiertüten an ihre Kunden aus. Allein in San Francisco wurden im vergangenen Jahr 180 Mill. Plastiktüten verteilt.

Vertreter der Supermärkte in der kalifornischen Stadt kritisierten, die kompostierbaren Tüten seien teuer und noch nicht ausreichend getestet. Die neue Regelung soll in sechs Monaten für Lebensmittelläden gelten und in einem Jahr für Drogeriemärkte.

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