Umweltschutz
Protest am Turm der Deutschen Bank

Mitarbeiter der Umweltorganisation Greenpeace haben am Montag mit einer spektakulären Aktion an der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt für mehr Umweltschutz demonstriert. Am Westturm der Bank befestigten sie in etwa 140 Metern Höhe zwei Banner.

HB FRANKFURT. Mit der Aktion forderten sie mehr Investitionen in Klimaschutzprojekte ein: „Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!“, stand auf einem 20 Mal 15 Meter großen Transparent. Darüber brachte Greenpeace ein weiteres Plakat an, das „Geld für Klimaschutz“ fordert.

Die Türme der Deutschen Bank stünden symbolisch für Banken in Deutschland, die Milliardenhilfen erhalten hätten, hieß es von Greenpeace. Die Banner wurde von vier Kletterern über die Gerüste des zurzeit renovierten Gebäudes in die Höhe gebracht. Ein Greenpeace-Sprecher sagte zu der Aktion: „Die Bundesregierung ist in der Lage, sehr schnell viel Geld für die Rettung von Banken aufzubringen, aber wenn es um den Klimaschutz geht, wird jeder Cent zweimal umgedreht.“

Greenpeace-Berechnungen zufolge müssten die Industrieländer jährlich mindestens 110 Mrd. Euro aufbringen, um den weltweiten Treibhausgasausstoß wirksam zu begrenzen, heißt es in einer Mitteilung. Deutschland müsse in der EU eine Führungsrolle einnehmen und mindestens sieben Mrd. Euro im Jahr bereitstellen. „Wenn die Chance auf ein gutes Klima-Abkommen in Kopenhagen im Dezember nicht ungenutzt vergehen soll, muss Angela Merkel endlich reagieren“, sagte der Sprecher.

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