Umzüge am Sonntag: Tolles Treiben steuert auf Höhepunkt zu

Umzüge am Sonntag
Tolles Treiben steuert auf Höhepunkt zu

Die Karnevalshochburgen sind fest in der Hand der Narren: Sogar in der Bundeshauptstadt sind bis zu 750 000 Jecke an die Straßenränder gepilgert, um dem Umzug zuzuschauen. Dabei ist der Höhepunkt ja noch gar nicht erreicht. Zu den Rosenmontagszügen in Köln, Düsseldorf und Mainz werden Mehrere Millionen Zuschauer erwartet.

HB KÖLN/BERLIN/BRAUNSCHWEIG. In Köln jubelten mehrere Hunderttausend Narren den „Schull- und Veedelszöch“ (Schul- und Stadtteilzügen) zu. Fast 8 000 bunt verkleidete Karnevalsjecken, darunter viele Kinder, zogen über die gleiche Strecke wie der große Rosenmontagszug. „Der Sonntagszug ist persönlicher und familiärer als der Rosenmontagszug“, sagte Elisabeth Barthelemy, die seit 20 Jahren mitmacht. 53 „Veedelsvereine“ und 38 Schulen hatten in diesem Jahr den Zug vorbereitet. Die schönsten Fußgruppen dürfen beim Rosenmontagszug mitlaufen.

In Düsseldorf feierten die Jecken mit Kind, Kegel und Altbier- bestückten Wägelchen auf der Königsallee und in der Altstadt. In Aachen übernahmen die Kinder das närrische Regiment. Unter ihrem Märchenprinzen Peter I. zogen die „Öcher Kenger“ (Aachener Kinder) durch die Kaiserstadt. Auch in Ludwighafen und Mannheim ließen sich die Narren die Feierlaune nicht durch Praxisgebühren und andere Abgaben vermiesen. „A wenn wir g'schröpft wer'n wie bescheiert, die Fasnacht, die wird trotzdem g'feiert“ lautete das Motto ihres Umzugs.

Auch fern des Rheins wurde kräftig gefeiert. In Braunschweig lockte Norddeutschlands längster Karnevalsumzug 200 000 Zuschauer an. Rund 3700 Narren, Musiker und Tänzer sowie 36 Motivwagen und andere Fahrzeuge bildeten den sechs Kilometer langen närrischen Lindwurm. Auch in Cottbus und Erfurt schlängelten sich Karnevalszüge durch die Innenstädte. In Würzburg stieß die „größte Seifenblasenmaschine“ der Welt tausende Blasen in die ausgelassene Menge.

Bei den Rosenmontagszügen setzt sich Köln mit 10 000 Musikern, Tänzern, Sängern und „Kamelle- und Strüßcher“-Werfern die Chefnarrenkappe auf, gefolgt von Mainz mit 8 000 und Düsseldorf mit 6 000 Teilnehmern. Während Düsseldorf mit dem Motto „Watt kütt, datt kütt“ (Was kommt, das kommt) eher fatalistisch in die Zukunft blickt, sind die Kölner - passend zu den jüngsten Konjunkturumfragen - optimistischer: „Laach doch ens, et weed widder wääde“ (Lach doch mal, es wird wieder werden). Weiter südlich wird das Lachen sogar zum Rezept gemacht: „Das Mainzer Lebenselixier heißt Lachen auch 2004“. Die großen Züge sind um die sieben Kilometer lang. Über die Düsseldorfer Kö ziehen 67 Wagen, im Schatten des Kölner Doms sind es mehr als 100.

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