UN-Bericht Zahl der HIV-Infizierten stagniert

In den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der HIV-Infizierten weltweit gleichgeblieben, doch immer noch müssen 35 Millionen Menschen mit dem Aids-Erreger leben. Experten warnen: Aids ist kaum auszurotten.
Update: 16.07.2014 - 15:42 Uhr Kommentieren
Im vergangenen Jahr erhielten etwa 12,9 Millionen Menschen die lebensnotwendigen Medikamente. 1,5 Millionen Menschen starben an Aids. Quelle: dpa

Im vergangenen Jahr erhielten etwa 12,9 Millionen Menschen die lebensnotwendigen Medikamente. 1,5 Millionen Menschen starben an Aids.

(Foto: dpa)

LondonDie Vereinten Nationen sehen große Fortschritte im weltweiten Kampf gegen Aids. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen sank 2013 auf geschätzte 2,1 Millionen, wie aus dem am Mittwoch in Genf vorgestellten Jahresbericht des UN-Programms zur Aids-Bekämpfung (UNAIDS) hervorgeht. 2001 waren es noch 3,4 Millionen. „Ein Ende dieser Epidemie ist möglich“, sagte UNAIDS-Direktor Michel Sidibé. Doch müssten vor allem besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen besser versorgt werden. Etwa 1,5 Millionen Menschen starben 2013 an der Immunschwächekrankheit.

Große Fortschritte wurden zuletzt nach UN-Angaben vor allem bei der Verhinderung von Neuinfektionen bei Kindern erzielt. 2013 wurden etwa 240 000 Kinder weltweit mit dem HI-Virus angesteckt - 2002 waren es noch 580 000 Kinder. Grund dafür sei vor allem die bessere Verfügbarkeit von antiretroviralen Medikamenten für HIV-infizierte Schwangere, vor allem in afrikanischen Ländern wie Malawi, Namibia und Ghana. Seit 2009 sei so rund 900 000 Kindern weltweit die Ansteckung mit den Erregern erspart geblieben.

Auch die Zahl der Infizierten, die therapeutisch versorgt werden, sei deutlich gestiegen. 2013 bekamen weltweit knapp 13 Millionen Menschen antiretrovirale Medikamente. 2012 waren es noch etwa 10,6 Millionen. In den ärmeren Ländern habe aber immer noch mehr als die Hälfte der betroffenen Menschen keinen Zugang zu lebensrettender HIV-Therapie, kritisierte Jennifer Cohen von der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“. Dies betreffe besonders Konfliktregionen und Gebiete mit wenigen HIV-Infizierten.

Die Zahl der jährlichen Todesopfer ist deutlich gesunken
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