Unbekannte Einleitrohre entdeckt
Niedriger Rheinpegel hebt Autowracks

Autos, Tresore, Kühlschränke und die Fundamente eines alten Römerhafens - was normalerweise in den Rheinfluten unsichtbar bleibt, ist durch das Niedrigwasser zu Tage befördert worden.

HB BONN/DUISBURG. Allein in den vergangenen zwei Wochen seien sechs Autowracks aufgetaucht, berichtete der Sprecher der Wasserschutzpolizei Duisburg, Ramon van der Maat, am Mittwoch. Auch zwei Tresore, Stühle, Tische und Kühlschränke seien wegen des niedrigen Wasserstandes sichtbar geworden. Bereits seit Mitte des Sommers ragen vor dem Drachenfels in Königswinter die Fundamente eines alten Römerhafens aus den Fluten.

Bei den Wracks handele es sich um als gestohlen gemeldete Fahrzeuge, so van der Maat weiter. Wahrscheinlich ebenfalls gestohlen seien die beiden Tresore, die die Polizei im seichten Wasser nahe Bonn sichergestellt habe. Sie seien jedoch derart verwittert, dass eine Zuordnung nicht mehr möglich sei.

Unbekannte Einleitrohre entdeckt

Rätsel geben den Behörden auch zahlreiche Einleit-Rohre auf, die bisher nicht sichtbar waren. Bisher sei unklar, wer diese Leitungen genutzt habe und ob sie überhaupt in jüngster Zeit noch verwendet würden, sagte Wolfgang Nietfeld vom Schifffahrtamt in Niederkassel.

Die Wasserschutzpolizei kontrolliert nach Angaben van der Maats mit ihren 13 Schiffen derzeit vor allem die Abladetiefe der Binnenschiffe. „Es gibt ein paar schwarze Schafe, die mehr mitnehmen, als sie dürfen.“ Für ein sicheres Manövrieren seien 30 Zentimeter Wasser unter dem Kiel erforderlich. Rund ein Mal pro Woche entdeckten Beamte einen Verstoß auf den 220 nordrhein-westfälischen Rheinkilometern.

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