„Hurrikan ist extrem gefährlich“
„Wilma“ erreicht historische Ausmaße

Während der Süden der USA noch unter den Folgen von "Katrina" und "Rita" leidet ist ein neuer Wirbelsturm zum stärksten jemals registrierten Hurrikan herangewachsen.

HB SAN PEDRO SULA/HONDURAS. Der Hurrikan bedroht aktuell mit einer Windgeschwindigkeit von mehr als 280 Kilometern pro Stunde Mittelamerika. Innerhalb weniger Stunden wurde „Wilma“ am Mittwoch vom Tropensturm zum Hurrikan der Kategorie fünf hochgestuft. Die Spitzenböen lagen bei 340 Stundenkilometern. Nach Berechnungen der US-Marine in Norfolk wird „Wilma“ nach Norden ziehen und am Freitag oder Samstag zwischen der Nordspitze von Yukatan und Westkuba den Golf von Mexiko erreichen. Dann werde er sich auf Südflorida zubewegen, wo er nach dem Wochenende erwartet wird.

„Wilma“ sei „extrem gefährlich“, warnte das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami. Während am Dienstag noch eine Windgeschwindigkeit von 113 Stundenkilometern gemessen wurde, erreichte der Hurrikan am Mittwochmorgen schon 282 Kilometer in der Stunde. Schneller habe sich noch kein Sturm zum Hurrikan entwickelt, sagte der Meteorologe Hugh Cobbs. Mit 882 Millibar hat „Wilma“ den niedrigsten Druck, der jemals gemessen wurde.

Sechs Wochen vor dem Ende der Hurrikan-Saison in der Karibik ist „Wilma“ der 21. Tropensturm und zwölfte Hurrikan des Jahres. Damit stellte er die jeweiligen Rekorde von 1933 und 1969 ein. Ein Flugzeug der US-Luftwaffe maß am Mittwoch zudem einen Luftdruck von 882 Millibar. Wie der Hurrikan-Experte Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia mitteilte, lag der Luftdruck im Zentrum des Sturmes damit noch tiefer als bei dem bisherigen Spitzenreiter „Gilbert“ aus dem Jahr 1988. Damals wurden 888 Hektopascal gemessen.

Experten zufolge hat im Atlantik insgesamt eine Phase von starken Stürmen begonnen, die 20 Jahre dauern könnte. Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern warnt in einer neuen Studie zur globalen Erderwärmung vor neuen Fluten, Dürreperioden und Hitzewellen in den USA. Extreme Wetterlagen würden sich in den nächsten 100 Jahren verschärfen, heißt es in dem Bericht von Forschern der Purdue University (US-Bundesstaat Indiana) und des Internationalen Zentrums für Theoretische Physik in Triest (Italien).

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