Unesco
Klosterjuwel könnte Weltkulturerbe werden

In der Nähe von Höxter könnte bald ein neues Weltkulturerbe stehen: Die Reichsabtei Corvey im Weserbergland steht auf der Liste der von der Unesco nominierten Kandidaten. Das Rennen ist eröffnet.
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Köln Die ehemalige Reichsabtei Corvey im Weserbergland war eines der bedeutendsten Klöster im mittelalterlichen Frankenreich - knapp 1200 Jahre nach ihrer Gründung könnte die frühere Benediktinerabtei nun zum Unesco-Weltkulturerbe aufsteigen. Denn das Kloster in unmittelbarer Nähe des ostwestfälischen Höxter ist in diesem Jahr als einziges Bauwerk in Deutschland für die Welterbeliste nominiert, über die das zuständige Unesco-Komitee von Sonntag an in Katars Hauptstadt Doha berät.

Insgesamt 40 Kultur- und Naturstätten aus aller Welt bewerben sich diesmal um die begehrte Aufnahme in die Liste, die aktuell 981 Stätten in 160 Ländern umfasst - 38 davon in Deutschland. Erstes deutsches Bauwerk auf der Welterbeliste wurde 1978 der Aachener Dom, dessen Kern die karolingische Pfalzkapelle Karls des Großen bildet. In die Zeit der Karolinger führt auch die Geschichte der Reichsabtei Corvey zurück: Der Bau verfügt über eine imposante Westfassade, das sogenannte Westwerk, die als eines der letzten Beispiele karolingischer Architektur des 9. Jahrhunderts gilt.

Gegründet wurde Corvey im Jahr 822 von Ludwig dem Frommen auf dem damaligen Gebiet der Sachsen. Ludwigs Vater Karl der Große hatte zuvor in blutigen Feldzügen die Sachsen unterworfen und mit ihrer Christianisierung begonnen. Die Benediktinerabtei an der Weser entwickelte sich in der Folgezeit zu einem der geistigen und religiösen Zentren des Frankenreichs und der christlichen Missionierung bis weit hinauf nach Skandinavien.

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