Unfälle und Staus auf deutschen Autobahnen
Verkehrschaos nach plötzlichem Wintereinbruch

Schnee und Eis haben am Dienstag den Verkehr in vielen Teilen Deutschlands lahmgelegt. Staus und Verkehrsunfälle waren Folge des plötzlichen Wintereinbruchs. Sollte sich die Wetterlage bis Mittwoch nicht gebessert haben, kann es vor allem auf den Autobahnen, verstärkt durch die öffentlichen Warnstreiks, zu massiven Problemen kommen.

HB HAMBURG. In der Nacht waren im Süden Nordrhein-Westfalens laut Polizei bis zu 20 Zentimeter Schnee gefallen. Der plötzliche Wintereinbruch verursachte vor allem auf den Autobahnen 1 und 61 im südlichen Rheinland und der Eifel Chaos. Zahlreiche Lkw und Pkw stellten sich quer und blieben im Schnee stecken, wie der Kölner Polizeisprecher Bernd Kalkum bekannt gab.

Ein Autofahrer wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen. Eine vom Orkan „Emma“ angeknackste Buche knickte unter der Schneelast um und stürzte auf den Wagen des 28-Jährigen. Die Beifahrerin wurde bei dem Unfall in Rheinland-Pfalz schwer verletzt.

Das Rote Kreuz versorgte die stundenlang im Kreuz Meckenheim und bei Euskirchen festsitzenden Menschen mit heißen Getränken und Decken . Der Verkehr staute sich dort zeitweise auf einer Länge von 18 Kilometern. Die Räumdienste kamen wegen der steckengebliebenen Autos und Lastwagen nur langsam vorwärts. Sie wurden zudem von dichtem Nebel behindert Erst am Mittag normalisierte sich der Verkehr wieder, die Sperrungen auf der A1 und A61 wurden aufgehoben. „Inzwischen läuft alles wieder reibungslos“, sagte Ralf Löw von der Landesleitstelle in Nordrhein-Westfalen..

Für diesen Mittwoch sagte der Wetterdienst Meteomedia ruhigeres Wetter mit Temperaturen zwischen zwei und sieben Grad vorher. Sollte es dennoch schneien, befürchtet der Sprecher des Kölner Polizeipräsidiums, Bernd Kalkum, wegen der angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr noch größere Probleme. Denn auch die Mitarbeiter der Autobahnmeistereien wollten die Arbeit niederlegen. „Dann könnten die Straßen nicht abgesperrt und geräumt werden“, sagte Kalkum.

Der Winter gibt in Deutschland allerdings nur ein kurzes Gastspiel. In der Nacht zum Donnerstag dürfte es zwar mit Tiefswerten bis minus 15 Grad noch einmal bitterkalt werden, doch dann schickt das neue Tief „Gabi“ wieder etwas mildere Nordseeluft ins Bundesgebiet. Am Donnerstag erreichen die Temperaturen tagsüber schon wieder bis zu neun Grad, und nur noch in höheren Lagen fällt Schnee.

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