Unfall bei "Wetten, dass ..." Gottschalk weist Quoten-Vorwürfe zurück

Millionen hatten sich auf einen Abend mit Take That und Justin Bieber gefreut. Doch bei "Wetten, dass..?" werden sie Augenzeugen eines spektakulären Unfalls. Das ZDF sucht die Ursache und will Konsequenzen ziehen. Der 23-jährige Kandidat liegt mit schweren Halswirbelverletzungen im Koma. Moderator Thomas Gottschalk wies inzwischen Vorwürfe zurück, man gehe der Quote zuliebe, immer höhere Risiken ein.
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HB BERLIN DÜSSELDORF. Nach dem Unfall in seiner ZDF-Show „Wetten, dass..?“ hat Moderator Thomas Gottschallk Vorwürfe zurückgewiesen, unter Quotendruck eine zu gefährliche Wette zugelassen zu haben. „Den Vorwurf, wir hätten unter Konkurrenzdruck eine unverantwortliche Wette ins Programm genommen, möchte und muss ich zurückweisen“, sagte Gottschalk der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). „Wir hatten immer schon riskante Wetten, ob mit Motorrädern oder auf Skisprungschanzen. Das ist ein Teil des Programms“, erklärte er. Jetzt werde man aber natürlich überlegen müssen, ob das so bleiben könne. Auch das hänge selbstverständlich davon ab, wie schnell es dem Kandidaten bessergehe. Samuel Koch war bei der Show am Samstagabend schwer gestürzt. Er musste notoperiert werden und lag am Sonntag im künstlichen Koma.

„Ich bin im Redaktionsteam dafür bekannt, dass ich aus den Wetten immer unnötigen Druck herausnehme“, betonte Gottschalk. „Das heißt, natürlich habe ich den Kandidaten gefragt: Müssen denn die Autos immer größer werden? Reicht es nicht, wenn du dreimal über einen Smart springst?“ Er halte nichts davon, eine „überzogene Dramatik“ zu erzeugen. „In diesem Fall habe ich einen hochmotivierten Kandidaten gehabt, der von sich aus Druck gemacht hat“, sagte der ZDF-Moderator. Über die Stürze Kochs bei den Proben sagte der Entertainer: „Ich war bei allen Proben dabei, Samuel ist nach einem Sprung kurz hingefallen, aber wieder aufgesprungen wie ein Fußballer nach einem leichten Foul.“

Koch sei physisch und psychisch so stark gewesen, dass es keinen Grund gegeben habe, an ihm oder der Wette zu zweifeln. „Wenn bei uns der Eindruck entstanden wäre, er hätte sich mit seinem Wett-Angebot übernommen, hätten wir ihn vor sich selbst geschützt.“ Koch habe aber davon überzeugt werden müssen, einen Helm zu tragen. „Dass sich nach fast 40 Jahren bei mir erstmals ein Kandidat schwer verletzt hat, ist natürlich ein Schock für mich“, sagte Gottschalk. Aber er und die Redaktion machten sich selbst keine Vorwürfe. „Aber ich sehe, wie schnell man Verantwortung auf seinen Schultern spürt.“

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11 Kommentare zu "Unfall bei "Wetten, dass ...": Gottschalk weist Quoten-Vorwürfe zurück"

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  • der type hat sein risiko selbst gekannt und seine grenzen falsch eingeschätzt. in der probe ist deshalb nix schlimmeres passiert, weil die autos tatsächlich etwas gepolstert. gottschalk hat ja selbst empfohlen, keine immer größer werdenden autos zu nehmen. und er behielt damit recht. alles hat damit angefangen, als er beim 2. versuch abbrechen musste und so nun in zeitdruck geriet. hätte man eventuell die zeitgrenze erhöhen müssen oder ganz abschaffen? dies erhöht den druck immens und man kann dann das risiko vielleicht nicht so gut mehr einschätzen, weil man unbedingt das schaffen will. wetten dass ??? wird weitergehen, denn es ist zwar als öffentlich rechtliches programm fragwürdiger geworden, aber stellt euch mal vor, sowas passiert bei rtl beim supertalent oder so. da würden gnadenlos die kameras draufgehalten. man hats ja indirekt beim unfall gesehen. die götzen von papparazzis knippsten sich die finger wund, damit bei bild und co. die Auflage am Montag stimmt.

  • Anschließend erfolgt wieder ein Spendenaufruf für Unfallopfer, weil niemand so etwas bezahlt von den Verantwortlichen Unternehmern die damit Geld verdienen und es vermutlich keine Unfallversicherung übernommen hat.

    Doch warum ich dies so schreibe, ist eine Ursache folgende begründung: Erst neulich war ich in einer präsentativen schönen behindertenumgebung Kaffeetrinken und die behinderten "durften" Tische abräumen. ich bestellt etwas bei den behinderten, die waren auch fähig diese bestellung umzusetzen und liefen zur Kasse und redeten, doch die Gesunde wimmelte die behinderte ab. Doch natürlich war diese Frau in der Lage die bestellung aufzunehmen und weiterzugeben, aber sie "durfte" es als behinderte nicht in dieser hübschen Umgebung.

    Darüber habe ich mich sehr geärgert über diese Arroganz. Nochmal bestellte ich bei einer anderen und bekam wieder nichts, dabei können sie es schon, aber sie "dürfen" es nicht. Nur Tische abräumen.

  • Falsch[7], im Fernsehen dort passiert nichts Echtes unkalkuliertes. Das Risiko war bekannt und dem Zufall überlassen. Die Familie stand dahinter. Passt doch. Das Opfer ist selber schuld mit hoher Wahrscheinlichkei aufgrund von Selbstüberschätzung.

    Nun wird ein Prozess durchgezogen wie sich im Falle eines Unfalles verhalten werden sollte oder könnte und dies als Demo durchgezogen. Als ob dies der Alltag wäre oder als Schulungsmaßnahme so "könnte" man sich verhalten. im Arbeitsalltag sterben jeden Tag viele Menschen. Glauben sie deswegen wird ein band länger angehalten?

    Medienshow hoch 3 . Sorry das ich so offen bin und sage was ich denke.

    Aber als Michael Jackson mal tief runterflog vor Jahren oder seine Haare verbrannten das waren Medienunfälle bei harter Arbeit und vielleicht auch mit viel Pech. Wobei das kameralicht ungeklärt mit diesem neuen Haargel zu heiß war.

  • Zuerst wünsche ich dem Opfer viel Glück.

    Persönlich habe dich den Fernseher nach dem Mist mit Tattoo abgeschaltet. Was soll denn das?
    Öffentliche Empfehlung für unserer Kinder?
    Gibt es keine bessere Vorbilder?

    Somit war mir den Rest erspart geblieben.

  • @ Lutz :

    Du hast den Dummheits-Experten vergessen, der ist prinzipiell nie erwünscht, weil die jeweilige Sache an sich infrage stellen müßte, das ist aber in den seltestens Fällen erwünscht, die Welt und die Geschichte sind voller prägnanter beispiele, es scheint sowas, wie ein Grundrecht auf Dummheit zu geben, auch wenn es nirgends gesetzlich formuliert und zugesichert ist! Du kennst doch den Spruch: "Dumm gelaufen..." und "Die Dummen rotten sich selber aus!" - auch bei Gottschalk!

  • Warum hat man den Wagen nicht gepolstert?

    ist die kostenlose Schleichwerbung für Audi wichtiger gewesen?

    Jeder professionell ausgebildete Stuntman hätte hier Sicherheitsbedenken gehabt.

    Wo war der beratende Stuntman?

    Der gebührenfressende Rundfunkapparat hat doch sonst auch für alles Experten: Terrorexperten, Kochexperten, Versicherungsexperten, Experten für Experten....etc. ???


  • Guten Tag,... Warum schauen Menschen Autorennen, boxkaempfe, Fussball, ..... bestimmt nicht in der Hoffnung dass alles am Schnuerchen laeuft. Nein;.... je wuester es zugeht um so besser iss ess. Wer ist daemlicher;... der idiot mit den Sprungfedern an den Hachsen oder die idioten die vor der Glotze sitzen. besten Dank

  • ich hoffe das es ihm nicht so ereilt wie Christover Reeves
    der vom Pferd stürzte und danach querschnittgelähmt wurde.Leider an den Folgen danach verstarb.ich wünsche ihm alles Gute!

  • Als es noch EWG gab, war die Welt noch in Ordnung. Man hatte Spaß und wurde gut unterhalten. "Wetten, daß" war eine gute Sendung. Aber je länger sie dauert, desto spektakulärer müssen die Wetten sein. Gottschalk hätte schon längst zumindest eine längere Pause machen müssen. So ist die Serie jetzt aprupt für immer beendet. Schade um Gottschalk, und vor allem für den Kandidaten, der natürlich für sein Tun verantwortlich ist. Kann mir aber nicht vorstellen, daß die Sendung fortgesetzt wird.

  • Erschreckend, daß es dieses Fernseh-Format noch gibt und ebenso erschreckend, welche Opfer man bereit ist inkaufzunehmen. Ca. 60 Jahre Nachkriegs-TV in Deutschland: brot und Spiele, gewürzt mit viel Langeweile aus Konserven, deren Haltbarkeitsdatum schon sehr lange abgelaufen ist. Die Masse der Fernsehzuschauer scheint nicht reifer geworden zu sein, eine traurige bilanz!

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