Unfall mit Schwerverletztem
Geisterfahrer flüchtet mit geraubtem Auto

Nach einem Tankstellenbetrug in einem gestohlenen Auto fuhr der Mann als Geisterfahrer auf die A 1 bei Delmenhorst, verursachte einen Unfall mit zwei Schwerverletzten, flüchtete zu Fuß, raubte ein weiteres Auto und wird seither gesucht.

HB DELMENHORST. Auf der Flucht vor der Polizei hat ein Geisterfahrer am Sonntagabend auf der Autobahn 1 bei Delmenhorst (Niedersachsen) einen Unfall mit zwei Schwerverletzten verursacht. Danach flüchtete der bewaffnete Mann mit einem geraubten Auto, teilte die Polizei am Montag mit. Eine Fahndung sei bisher erfolglos verlaufen. Die Polizei habe jedoch Fingerabdrücke in dem Unfall- sowie in dem Fluchtwagen gefunden und werte jetzt weitere Spuren aus.

Der Mann war den Angaben zufolge mit einem vor wenigen Tagen gestohlenen Auto auf der Autobahn 28 unterwegs. Als Beamte ihn wegen einer nicht bezahlten Tankrechnung anhalten wollten, habe er plötzlich Gas gegeben. Mit bis zu 140 Stundenkilometern und plötzlichen Bremsmanövern habe er versucht, zwei Polizeiwagen abzuschütteln.

Bei der weiteren Verfolgung fuhr der Unbekannte an der Anschlussstelle Delmenhorst-Ost als Geisterfahrer in Richtung Osnabrück auf die A 1. In starkem Gegenverkehr kam es mehrfach zu gefährlichen Brems- und Ausweichmanövern. Der Wagen des Geisterfahrers streifte zunächst ein Auto, tangierte einen Polizeiwagen und prallte schließlich gegen einen weiteren Personenwagen. Dabei wurden eine 43 Jahre alte Fahrerin und ihr 29 Jahre alter Beifahrer schwer verletzt.

Der Amokfahrer bedrohte nach dem Unfall einen Polizeibeamten mit einer Waffe und flüchtete zu Fuß über die Mittelleitplanke durch den Gegenverkehr. Auf einer Landstraße hielt er mit Waffengewalt das Auto eines 32-Jährigen an und raubte dessen Wagen. Das Auto stellte die Polizei später in Delmenhorst bei Bremen sicher. Von dem Täter fehlt bislang jede Spur.

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