Unfall-Serie mit vielen Toten
Wenn der Mensch zum Problem wird

Prahlerei, Geschwindigkeitsrausch, Unterschätzung der Gefahr: Der Faktor Mensch spielt bei Unfällen oft eine große Rolle. Psychologische Tests und Trainings könnten solche Gefahren reduzieren, sind aber kein Standard.
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DüsseldorfDer Hochgeschwindigkeitszug in Spanien fährt am Mittwoch auf einer Strecke, bei der eine Begrenzung auf 80 Stundenkilometer gilt, mehr als das Doppelte. Das Unglück kostete bislang 79 Menschen das Leben, weitere Schwerverletzte liegen noch in den Krankenhäusern und ringen mit dem Tod. Es ist eines der schwersten Zugunfälle in Spanien.

So ungeklärt die genauen Details und Ursachengeflechte bei diesem Unfall auch (noch) sind und es je nach Fall vermutlich auch bleiben könnten: Der Faktor Mensch – und dessen Versagen – spielen bei schweren Unfällen auf Schiene, Straße, im Wasser und in der Luft eine große Rolle. „Er ist in technischen Systemen das schwächste Glied“, sagt Siegfried Brockmann, Leiter Unfallforschung der Versicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. In weniger als einem Prozent der schweren Unfälle im Straßenverkehr gehen laut Brockmann auf technisches Versagen zurück. Der Rest ist menschgemacht.

Das gilt auch für andere schwere Unfälle der jüngeren Vergangenheit: Am Montagabend gegen 20.30 Uhr verunglückt ein Reisebus in Italien mit insgesamt 48 Insassen. Die Zahl der Toten liegt bislang bei 38. Klar ist bereits: Der Bus fuhr mit großem Tempo auf das Stauende auf. Es ist eines der schwersten Busunglücke Italiens.

Das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia" fährt im Januar 2012 vor der toskanischen Insel Giglio auf einen Felsen und kentert. 32 Menschen sterben. Der Kapitän, dessen Prozess derzeit läuft ist nach einem Zeitungsbericht absichtlich zu nah an der Insel Giglio vorbeigefahren – soweit der Vorwurf. Es ist eines der schwersten Unfälle eines Kreuzfahrtschiffes. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Warum fuhr der 52 Jahre alte Lokführer in Spanien zu schnell, obwohl – zumindest nach bisherigen Stand – die Signalanlagen funktionierten? Warum war der Bus in Italien auf der als Unfallstrecke bekannten Route so schnell unterwegs? Warum unterschätzte ein erfahrener Kapitän die Gefahr der Felsen im Wasser und fuhr zu nah an die Küste?

Simon Carl Hardegger hilft dabei, individuelle Unfallursachen von Vornherein so weit wie möglich zu kontrollieren. Er führt im Auftrag von Verkehrsbetrieben Leistungs- und psychologische Tests mit angehenden Busfahrern, Lokführern und Co. durch. „Persönlichkeitsfaktoren spielen bei Unfällen immer eine große Rolle“, sagt Hardegger, Leiter des Zentrums Diagnostik, Verkehrs- & Sicherheitspsychologie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Getestet werden an seinem Institut per Fragenbogen und Gespräch auch die emotionale Stabilität, die Risikosensibilität und die Regelkonformität. Vereinfacht ausgedrückt: Ist eine Person labil? Geht sie leicht Risiken ein? Hat sie Probleme, sich an Regeln zu halten? Wie genau die Tests laufen, will er nicht verraten. Etwa 30 Prozent der bereits von den Unternehmen vorselektierten Bewerber fallen bei Hardegger und seinem Team durch.

Einheitliche Vorschriften für solche Tests jeweils für Busfahrer, Schiffs- und Zugführer gibt es allerdings europaweit nicht. Ein weiteres Problem: „Die Tests geben immer nur eine Momentaufnahme – und die Persönlichkeit verändert sich im Laufe eines Lebens“, sagt Hardegger.

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Routinen führen zu Kontrollillusionen

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  • Zumindest in Deutschland durchlaufen Lokführer mehrfach solche Psychologischen Eignungstests um eben genau diesem Problem vorzubeugen. Schon bei Beginn der Ausbildung und bei Beschäftigungsbeginn nach der Ausbildung wird ein dem Piloten ähnlicher Test absolviert. Ich persönlich finde das auch notwendig und gut, denn das nötige Verantwortungsbewusstsein und die hohe Belastbarkeit in Stresssituationen ist nun mal nicht bei jedem Menschen gegeben.

  • Und jemand der von sich glaubt so ein Urteil nach der schlichten Betrachtung eines Fotos abgeben zu können ist mit Sicherheit nur 1,25m groß!
    Ja,es ist so.........

  • ............man schaue sich das Bild im HB an. Der Lockführer, der KLEINE MANN (Lockführer) neben dem Polizisten. Gibt es da noch Fragen zum Zugunglück????? Was bedeutet seine Größe? Er ist vermutlich so um die 155 cm NUR groß. Was bedeutet seine Körpergröße? Die bedeutet, daß er auch gerne groß raus kommen möchte. Leidet er unter seiner Körpergröße? Ja, so ist es. Und was macht er mit dem Zug? Er arbeitet sich seine Gefühle am Zug ab. Er will doch auch ein ganz Großer sein. Und da drückt er aufs Gaspedal und gleicht das aus, was er durch seine Körpergröße nicht erreichen kann. Einfach nur so ganz toll mit seinem Zug schnell fahren und nix Handy-Ablenkung wie in der Presse zu lesen war. Der Ausgleich für seine Größe, schnell mit dem Zug fahren? Ja, ja und nochmals ja. Ein psychologisch, tiefenpsychologisches Problem? Ja, so ist es. Passiert das auch woanders? Ja, sicher nicht mit dem Zug aber z. B. mit dem Auto u. andere Fortbewegungsmittel. Zeigen, das man auch noch da ist und nicht als Gartenzwerg abgestempelt wird? Ja, so ist es. Eine unglaubliche Geschichte, die man nicht für möglich hält, aber wahr ist. Sie ist wahr. Bedeutet, wie man einen kleinen Mann in eine derartige Verantwortung geben konnte. Er hat die Größen-Macke, leidet zuhause hinter der Gardine an seinem Zustand nicht auch 1.89 oder 1.95 m groß zu sein. Er ist in einigen Zeitabständen des Tages nicht zurechnungsfähig, weil es über ihn kommt (sein Größenproblem). Ja so ist es. Mein Gott, hat man seinerzeit bei seiner Einstellung dieses Problem überhaupt nicht beachtet? Es ist kaum vorstellbar. Aber es scheint so zu sein. Und jetzt das Unglück mit vielen Toten, kaum zu glauben aber wahr.....................eine Katastrophe die man hätte verhindern können. Ja, es ist so..................

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