Ungarn
Riesige Menge Banknotenpapier sichergestellt

Die ungarische Polizei hat acht Tonnen Original-Banknotenpapier sichergestellt, das bereits seit mehr als zehn Jahren gesucht wird. Es hätte ausgereicht, um Blüten im Nennwert von mehr als einer halben Milliarde Euro zu produzieren.

HB BUDAPEST. Es war der größte Teil einer bereits seit 1995 verschwundenen Menge von fast 16 Tonnen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Zwei von insgesamt sechs mutmaßlichen Geldfälschern wurden festgenommen. Beide seien Ungarn. Bei Hausdurchsuchungen seien zudem Schusswaffen gefunden worden.

Die Polizei hat das Papier bereits am vergangenen Donnerstag in zwei Garagen entdeckt. Die Beamten schlugen zu, als die Verdächtigen gerade dabei waren, es zu verkaufen. Der Schwarzmarktwert des Spezialpapiers - 735 Pakete mit je 500 Bögen - liege bei mehr als einer halben Million Euro, sagte der ungarische Polizeichef Jozsef Bencze.

Sechs Tonnen aus dem Gesamtpaket habe die Polizei schon 1996 entdeckt. Später hätten die Beamten im Zuge weiterer Ermittlungen eine Tonne Banknotenpapier gefunden, hieß es weiter.

Das in Deutschland hergestellte Papier ist den Angaben zufolge im Dezember 1995 legal nach Ungarn eingeführt worden und kurz danach verschwunden. In den damaligen Zolldokumenten sei jedoch ein „äußerst geringer“ Wert für diese Ware angegeben worden, erklärte Bencze weiter. Das als „Silkeborg-Papier“ bekannte Material sei seither zur Herstellung von falschen 5000-Forint-Banknoten und 50-Euro-Scheinen verwendet worden.

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