Ungeheuer brutale Tat
Zehn Jahre Haft für "Enthaupter"

Der 25-jährige Mann, der seine Schwägerin mit einem Messer enthauptet hatte, ist vom Landgericht Aachen wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Sachverständigen zufolge leidet der Täter an einer paranoiden Persönlichkeitsspaltung, hieß es am Dienstag.

HB DÜSSELDORF. Das Schwurgericht schloss nach Angaben eines Sprechers eine verminderte Schuldfähigkeit des Täters nicht aus und blieb mit dem Urteil knapp unter den von der Staatsanwaltschaft geforderten elf Jahren Haft. Der Mann hatte im Mai ohne erkennbares Motiv seine Schwägerin mit einem Messer erstochen und anschließend ihren Kopf vom Rumpf abgetrennt. Mit dem Kopf und dem blutigen Messer war er in der Fußgängerzone von Übach-Palenberg bei Aachen umher gelaufen.

„Der Vorsitzende Richter hat in seiner Urteilsbegründung herausgestellt, dass dem Angeklagten jede Einsicht in seine Schuld fehlt, und dass die Tat von großer Brutaltität geprägt war“, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Auch während der Hauptverhandlung habe sich der Angeklagte stolz über seine Tat gezeigt. Erschwerend sei auch hinzugekommen, dass die Tat sich unmittelbar vor den Augen der damals erst 16 Monate alte Tochter des Opfers ereignet habe. Das Mädchen habe längere Zeit allein mit seiner toten Mutter verbringen müssen.

In dem Urteil habe das Gericht den Befund eines Sachverständigen berücksichtigt, wonach der Mann an einer paranoiden Persönlichkeitsstörung leidet. „Insofern konnte eine Verminderung der Schuldfähigkeit nicht ausgeschlossen werden.“

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