Ungleiche Vermögensverteilung
Großer Reichtum in Händen von wenigen Menschen

Einer Uno-Studie zufolge ist das Vermögen der Privathaushalte weltweit sehr unterschiedlich verteilt: Wenige Superreiche besitzen den Großteil des Vermögens. Der Reichtum konzentriert sich zudem auf bestimmte Regionen.

HB HELSINKI. Mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens ist demnach in den Händen der reichsten zwei Prozent der erwachsenen Erdbevölkerung. Die ärmere Hälfte der Menschheit hingegen besitzt nur etwa ein Prozent, wie aus der am Dienstag von dem in Helsinki ansässigen Forschungsinstituts Wider hervorgeht. Dem World Institute for Development Economics Research (Wider) zufolge war es die erste weltweite Studie zu diesem Thema. Als Grundlage dienten Zahlen aus dem Jahr 2000.

„Die Superreichen sind noch grotesk reicher geworden als sie es vor 50 Jahren waren“, sagte Direktor Anthony Shorrocks. Würde die Weltbevölkerung auf zehn Menschen reduziert, hieße eine solche Besitzverteilung, dass ein Mensch 99 Dollar besäße und die restlichen neun zusammen einen Dollar.

Auch geographisch ist der Wohlstand der Studie zufolge höchst ungleichmäßig über den Planeten verteilt. „Das Vermögen ist sehr stark in Nordamerika, Europa und einigen asiatisch-pazifischen Ländern mit hohen Einkommen konzentriert. Die Menschen in diesen Ländern verfügen gemeinsam über nahezu 90 Prozent des gesamten Besitztümer“, heißt es in der Studie. Mehr als die Hälfte der Menschen, die zu dem reichsten Prozent der Erdbevölkerung gehören, leben in Nordamerika oder den Vereinigten Staaten. „Die USA und Japan stechen heraus, weil dort viele Menschen leben. Auch in der Schweiz und in Luxemburg ist der durchschnittliche Reichtum sehr groß, aber die Bevölkerungen sind sehr klein“, sagte Shorrocks.

In Japan lag der durchschnittliche Besitz bei 181 000 Dollar pro Kopf, in den Vereinigten Staaten bei 144 000 Dollar. Mit einem Besitz von netto 2200 Dollar gehört ein Erwachsener der Studie zufolge zur reicheren Hälfte der Menschheit. Am unteren Ende der Liste standen Länder wie die Demokratische Republik Kongo und Äthiopien, wo das Vermögen unter 200 Dollar pro Kopf liegt.

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