Unglück bei Autobahnerweiterung
Weltkriegsbombe tötet Straßenarbeiter auf der A3

Bei der Explosion einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg sind am Montag auf der Autobahn A3 in Höhe Aschaffenburg ein Bauarbeiter getötet und fünf weitere Menschen verletzt worden.

HB ASCHAFFENBURG. Eine Fräsmaschine sei in rund 30 Zentimetern Tiefe mit dem Blindgänger in Berührung gekommen, erklärte ein Polizeisprecher am Montag. Die Explosion habe die Maschine in Stücke gerissen und den Fahrer getötet. Teile der Maschine wurden hunderte Meter weit durch die Luft geschleudert und beschädigten sieben Fahrzeuge, darunter einen Lkw und einen Sattelzug. „Wir gehen davon aus, dass es sich um eine Fünf-Zentner-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg handelt“, sagte ein Polizeisprecher. Vier Bauarbeiter und eine Autofahrerin erlitten einen Schock. Die A3 war bis zum Nachmittag voll gesperrt, es kam zu kilometerlangen Staus.

Das Unglück ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 11.00 Uhr zwischen den Anschlussstellen Aschaffenburg Ost und West direkt neben der stark befahrenen A3, die von vier auf sechs Spuren erweitert werden soll. Den Angaben zufolge war die Maschine gerade dabei, auf der Fläche des ehemaligen Standstreifens Flüssigbeton zur Verfestigung des Untergrundes ins Erdreich einzubringen. Der gesamte Baustellenbereich liege rund einen halben Meter unter Fahrbahnniveau.

Neben der Autobahn blieb nach der Explosion ein tiefer Krater zurück, die Asphaltdecke wurde im Baustellenbereich stark beschädigt. Der Verkehr wurde nach der Autobahn-Sperrung zunächst weiträumig umgeleitet und am frühen Nachmittag wieder freigegeben. Beamte der Kriminalpolizei Aschaffenburg und Sachverständige ermittelten vor Ort.

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