Unglück in Pariser Vorort
Acht Menschen sterben bei Explosion in Wohnhaus

Bei einer Explosion in einem Wohnquartier nördlich von Paris sterben acht Menschen, darunter drei Kinder. Ausströmendes Gas wird als Explosion vermutet. Die elf Verletzten werden im Krankenhaus behandelt.
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Rosny-sous-BoysBei der verheerenden Hausexplosion in einem Pariser Vorort sind acht Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind drei Kinder. Rettungskräfte entdeckten am Montag zwei weitere Todesopfer unter dem riesigen Trümmerberg des eingestürzten Mehrfamilienhauses in Rosny-sous-Bois im Osten der französischen Hauptstadt.

Bei einer der erst am Montag gefundenen Toten handelt es sich um eine mehr als 80 Jahre alte Frau, die im ersten Obergeschoss des Hauses gelebt hatte, wie der Präfekt des Départements Seine-Saint-Denis, Philippe Galli, sagte. Die Leiche müsse erst noch geborgen werden. „Sie ist von Bauschutt eingeklemmt.“

Am Montag bargen die Rettungskräfte das letzte noch vermisste Opfer. Der Mann wohnte im Erdgeschoss des Hauses. Die Helfer hatten bereits die ganze Nacht über nach möglichen Überlebenden oder weiteren Leichen gesucht. Die Arbeiten waren schwierig, ein noch stehender Teil des Gebäudes drohte einzustürzen. Schon am Sonntag konnten sechs Menschen nur tot geborgen werden. Elf Menschen wurden bei dem Einsturz verletzt, vier davon schwer. Sie waren einen Tag nach dem Unglück außer Lebensgefahr.

Bei der Suche nach dem Vermissten hatten die Rettungskräfte am Montag Bagger einsetzen müssen, um die Trümmer wegzuräumen. Erschwert wurden die Sucharbeiten dadurch, dass der noch stehende Teil des Hauses einzustürzen drohte. „Wir setzten so wenig Rettungskräfte ein wie möglich und koordinieren ihre Arbeit mit den Baggern“, sagte Feuerwehrsprecher Gabriel Plus. Die ganze Nacht über hatten rund 70 Rettungskräfte bei Scheinwerferlicht in den Trümmern nach Vermissten gesucht.

Das vierstöckige Haus in Rosny-sous-Bois war am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr nach einer schweren Explosion eingestürzt. Unter den Todesopfern ist unter anderem eine 40 Jahre alte Mutter mit ihren 14 und 18 Jahre alten Kindern, zudem ein etwa zehn Jahre altes Kind. Elf Menschen wurden bei dem Unglück verletzt, vier von ihnen schwer. Sie befänden sich aber „nicht mehr in Lebensgefahr“, sagte Präfekt Galli.

Die Behörden vermuten ausströmendes Gas als Ursache. Nach Angaben von Anwohnern und der Feuerwehr war in der Nähe an der Gas- und Stromversorgung gearbeitet worden. Der Gasversorger GRDF erklärte, es habe vor dem Unglück aber keine Hinweise auf ein mögliches Gasleck gegeben.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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