Unglück in Wales
Retter finden viertes Todesopfer

Über das Schicksal der verbliebenen vier verschütteteten Bergleute in Wales herrscht nun traurige Gewissheit. Die Rettungskräfte konnten fanden am Abend den vierten Kumpel nur noch tot auffinden.
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London Einen Tag nach dem Wassereinbruch in einem walisischen Bergwerk haben die Rettungskräfte die vier verschütteten Kumpel nur noch tot aufgefunden. Am Freitag wurde die Leiche des letzten noch vermissten Bergarbeiters entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Der britische Premierminister David Cameron sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

In der Nacht zum Freitag hatten die Rettungskräfte die Leiche eines von vier verschütteten Bergarbeitern entdeckt, im Laufe des Tages fanden sie dann die drei anderen toten Bergarbeiter. Die Leichen wurden den Angaben zufolge nah beieinander an der Stelle in 90 Metern Tiefe gefunden, an der die Bergleute vor dem Wassereinbruch gearbeitet hatten.

Zu Beginn der mehr als 24-stündigen Suchaktion hatten die Rettungskräfte noch Hoffnung gehabt, einige der vermissten Männer lebend bergen zu können. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers gab es in dem Stollen genügend Sauerstoff. Ob die verschütteten Bergleute überhaupt eine Überlebenschance hätten, könne jedoch noch nicht gesagt werden, sagte Feuerwehr-Chef Richard Smith.

Die Angehörigen der 39, 45, 50 und 62 Jahre alten Bergleute hatten den ganzen Tag lang in einem Gemeindezentrum ausgeharrt und voller Angst auf Nachrichten gewartet. Die gesamte Gemeinde, in der jeder jeden kennt, stand unter Schock. Premierminister Cameron sprach von einer „unfassbar traurigen Situation“.

Das private Bergwerk Gleision nahe der südwalisischen Gemeinde Cilybebyll war am Donnerstagmorgen nach dem Einsturz einer Stützmauer geflutet worden. Von insgesamt sieben Arbeitern konnten sich drei selbst retten, einer von ihnen kam schwerverletzt ins Krankenhaus.

Die Suchaktion nach den vier Verschütteten kam zunächst nur zögerlich voran. Taucher hatten in der Nacht eine erste Bergungsaktion abgebrochen, weil Trümmer und Schlammwasser ihnen den Weg versperrten. Nachdem das eingedrungene Wasser abgepumpt war, begannen die Rettungskräfte, sich durch den Schutt und Matsch zu wühlen. An der Suche beteiligten sich auch die beiden Arbeiter, die das Unglück unbeschadet überlebten.

Es ist das erste Minenunglück seit Jahrzehnten in der Region, die als Wiege des einstmals florierenden britischen Bergbaus gilt. Nach dessen Niedergang sind nur noch eine Handvoll Bergwerke übriggeblieben.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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