Unglück
Tote bei Brand in Obdachlosenheim in Polen

Das Unglück kam in der Nacht: Bei einem verheerenden Brand in einer Obdachlosenunterkunft in Polen sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen.

HB WARSCHAU 20 Menschen wurden bei dem Versuch verletzt, aus dem in Flammen stehenden zweistöckigen Gebäude zu entkommen, wie die Feuerwehr in der Kleinstadt Kamien Pomorski (Cammin) mitteilte. Viele erlitten beim Sprung aus dem Fenster Knochenbrüche. Unter den wegen Brandwunden ins Krankenhaus gebrachten Menschen ist auch ein acht Monate altes Baby.

Ministerpräsident Donald Tusk flog sofort zum Unglücksort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Er sagte den Opfern Hilfe zu. Auch Staatspräsident Lech Kaczynski wollte Kamien Pomorski besuchte. Er rief eine dreitägige Staatstrauer aus, die um Mitternacht beginnen sollte. Kamien Pomorski liegt nahe der Ostseeküste, 600 Kilometer von Warschau entfernt.

Der Brand brach aus ungeklärter Ursache etwa eine Stunde nach Mitternacht aus und erfasste sehr schnell alle drei Etagen des Gebäudes. In dem Heim lebten 77 Menschen, die auf eine Sozialwohnung warteten. Am Tag nach dem Brand wurden noch mehrere Bewohner vermisst, wie Feuerwehrsprecher Pawel Fratczak mitteilte. Die Identifizierung der Toten gestalte sich schwierig, da viele bis zu zur Unkenntlichkeit verbrannt seien. Die Brandursache werde noch untersucht.

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