Unglücksfähre „Sewol“
Präsidentin wirft Crew mörderisches Verhalten vor

Nach dem Fährunglück vor Südkorea hat Präsidentin Park Geun Hye dem Kapitän und einigen Crewmitgliedern „mörderisches Verhalten“ vorgeworfen. Sieben Personen sitzen mittlerweile in Haft, die Bergung der Leichen läuft.
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SeoulDer Kapitän und einige Crewmitglieder hätten die Passagiere dazu angehalten, sich nicht vom Fleck zu bewegen, seien jedoch als erste entkommen und hätten die Menschen im Stich gelassen, sagte Präsidentin Park am Montag bei einer Kabinettssitzung. „Rechtlich und ethisch ist das ein unvorstellbarer Akt.“ Dieses Verhalten sei unverzeihlich.

Der Kapitän und sechs Crewmitglieder der havarierten „Sewol“ sitzen derzeit in Haft. Die Fähre war am vergangenen Mittwoch mit 476 Menschen an Bord nahe der Stadt Mokpo gekentert und gesunken. Bislang wurden 64 Leichen geborgen, rund 240 Menschen werden noch immer vermisst.

Nachdem das Schiff zu kentern begann, wartete der Kapitän eine halbe Stunde, bis er die Evakuierung anordnete. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die „Sewol“ so stark zur Seite geneigt, dass es für die meisten Menschen im Inneren der Fähre kein Entrinnen mehr gab.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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