Unglücksursache weiterhin ungeklärt
36 Tote und 79 Verletzte bei Zugunglück in der Türkei

Bei einem schweren Zugunglück in der Türkei sind am Donnerstag 36 Menschen ums Leben gekommen. Wie der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan weiter sagte, wurden 79 Menschen verletzt.

HB ANKARA. Zuvor hatten offizielle Stellen erklärt, bei dem Unglück seien mindestens 139 Menschen getötet und 74 verletzt worden. Für die unterschiedlichen Angaben gab es zunächst keine Erklärung. Der Hochgeschwindigkeitszug war gegen 19.45 Uhr Ortszeit rund 125 Kilometer östlich von Istanbul nahe der anatolischen Stadt Sakarya entgleist. An Bord seien rund 240 Menschen gewesen, hieß es. Das Unglück geschah bereits kurz nach der Abfahrt auf freier Strecke. Vier Wagen hätten sich überschlagen und Dutzende Reisende unter sich begraben, hieß es. Über die Unglücksursache konnten bisher keine Angaben gemacht werden.

„Es ist bisher nicht möglich zu sagen, warum das Unglück geschah“, sagte Muammer Turker vom Krisenstab des Transportministeriums. Der Hochgeschwindigkeitszug ist erst im Juni in Betrieb genommen worden. Er soll die Reisezeit auf der knapp 600 Kilometer langen Strecke auf fünf Stunden verkürzen. Fachleute warnten seitdem, dass die Strecke dafür nicht ausgebaut sei.

Der Generaldirektor der türkischen Bahn, Suleyman Karaman, wies Berichte zurück, wonach die Strecke unsicher sei. Erdogan sagte, es sei alles für die Sicherheit getan worden, bevor die Strecke eröffnet wurde. Danach flog er mit einem Hubschrauber zum Unglücksort.

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