Ungünstige Winde und Meeresströmungen
Von Kuba statt Florida nur Mexiko erreicht

Statt ins recht nahe Florida sind 16 kubanische Flüchtlinge am Dienstag nach knapp dreiwöchiger Irrfahrt völlig entkräftet auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán gelandet.

HB MEXICO STADT. Die 16 werden vermutlich in ihre Heimat zurückgeschickt. Eigentliches Ziel der 14 Männer und zwei Frauen war der US-Bundesstaat Florida gewesen. Doch ungünstige Winde und Meeresströmungen trieben ihr kaum seetüchtiges Floß nach Yucatán.

Wie es am Mittwoch weiter hieß, wurden die Kubaner im Alter zwischen 20 und 60 Jahren nach Mexiko-Stadt gebracht. Dort soll das Migrationsamt darüber entscheiden, ob sie nach Kuba zurückgeschickt werden. Die Kubaner hatten nach ihrer Ankunft im Hafen Rio Lagartos an der Nordküste der Halbinsel die Einheimischen gebeten, sie nicht zu verraten. So wollten sie verhindern, dass die Behörden ihre Rückkehr anordnen, wie das in derartigen Fällen üblich ist.

Die Flüchtlinge, die 18 Tage unterwegs waren, stammten aus der kubanischen Provinz Camaguey, mehrere hundert Kilometer östlich von Havanna. Weil ihr selbst gebasteltes Floß nur mit einem schwachen Hilfsmotor ausgestattet war, der auf hoher See den Dienst versagte, verpassten sie das nahe Florida und gelangten ins weit entfernte Yukatan. Dort half ihnen ein Fischer, das Festland zu erreichen.

Die mexikanische Halbinsel Yucatán ist ungefähr 400 Kilometer von der Westküste Kubas entfernt. Es ist nicht das erste Mal, dass es Flüchtlinge mit ihren Booten und Flößen nicht nach Florida, sondern nach Mexiko verschlägt.

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