Unicef-Report
Kindergewalt bleibt weltweit ein Problem

Gewalt gegen Kinder gehört nach dem neusten Unicef-Report leider immer noch zum Alltag zahlreicher Kinder. Gerade in Entwicklungsländern müssen Kinder leiden.
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BerlinSchläge, Mobbing und sexueller Missbrauch: Gewalt gegen Kinder wird nach dem neuen Report des Kinderhilfswerks Unicef weiter weltweit verdrängt und unterschätzt. In Entwicklungs- und Schwellenländern erlebten drei von vier Kindern in ihrer Familie Strafen bis hin zu Peitschenhieben, heißt es im Report, der am Freitag in Berlin vorgestellt wurde.

Gewalt gegen Kinder ist aber nicht nur ein Problem armer Staaten. In Deutschland schlagen nach Schätzungen des Kinderschutzbundes 13 Prozent der Eltern auch mal zu - obwohl das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung gesetzlich festgeschrieben ist. Unicef fordert deshalb unter anderem eine Ombudsstelle für Kinderrechte.

Kinder in Deutschland erführen Gewalt oft aus Gleichgültigkeit, unkontrollierter Wut oder Selbstsucht, sagte Bettina Wulff, Frau des Bundespräsidenten und Schirmherrin von Unicef Deutschland bei der Präsentation des Reports. Besonders gefährdet seien Kinder, wenn sie klein, ungewollt oder behindert seien.

Um Kindern zu helfen, seien eine stärkere Vernetzung der Institutionen und auch mehr Mittel für qualifiziertes Personal in den Kommunen nötig. „Kinder müssen stark gemacht werden gegen Gewalt“, betonte Wulff. „Das bedeutet, dass wir sie achten, ihnen zuhören und sie ernst nehmen.“

Im Unicef-Report macht das Hilfswerk auch auf neue Gewaltrisiken aufmerksam: Die Aggression von Kindern und Jugendlichen untereinander. So habe Mobbing auf dem Schulhof, über Mobiltelefone und im Internet („Cyberbullying“) zugenommen. Kinder müssten in Schulen und Jugendgruppen darauf vorbereitet werden.

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"Dramatisches Niveau"

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  • Kindergewalt = Gewalt durch Kinder.
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