Unicef
Tsunami-Hilfen haben Seuchen-Katastrophe verhindert

Nach Einschätzung des UN-Kinderhilfswerks Unicef haben die rasche Reaktion von Hilfsorganisationen und Regierungen nach der Tsunami-Flutwelle in Asien eine Katastrophe durch Seuchen und Krankheiten verhindert.

HB BERLIN. In den am stärksten von dem Tsunami betroffenen Ländern Indonesien und Sri Lanka gingen über 80 Prozent der überlebenden Kinder wieder zur Schule, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Zwischenbilanz der Organisation. Drei Monate nach der Katastrophe lebten aber noch immer mehr als eine Million Obdachlose in Notunterkünften, bei Verwandten oder Freunden. Ihre Existenzgrundlagen seien zerstört. Sie müssten in den kommenden Monaten weiter von Hilfsorganisationen mit Wasser, Nahrung und anderen lebenswichtigen Gütern versorgt werden.

Die Vorbereitungen für den Wiederaufbau gingen nur langsam voran. Am wichtigsten sei es, die Selbsthilfekräfte zu stärken, damit der Wiederaufbau nachhaltig sei und den ärmsten Menschen zu Gute komme. Dazu sei Ausdauer und professionelle Hilfe nötig, erklärte der Geschäftsführer von Unicef-Deutschland, Dietrich Garlichs.

Die Zahl der Menschen, die bei der Flutkatastrophe am 26. Dezember starben oder seither vermisst werden, liegt bei rund 289 000. Nach der Katastrophe hatten viele Staaten und Hilfsorganisationen Teams in die betroffenen Regionen geschickt, um vor allem die medizinische Versorgung wieder aufzubauen und den Ausbruch von Seuchen und Epidemien zu verhindern. Zudem sagte die internationale Staatengemeinschaft mehrere Milliarden Dollar für den Wiederaufbau in den kommenden Jahren zu. Deutschland will dafür in den nächsten drei bis fünf Jahren rund 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

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