Unruhen
Massive Polizeipräsenz befriedet Sydney

Nach rassistisch motivierten Krawallen in Sydney ist in der australischen Metropole wieder Ruhe eingekehrt. Hunderte Polizisten patrouillierten in jenen Vororten, in denen es in den beiden vorangegangenen Nächten zu Ausschreitungen gekommen war.

HB SYDNEY. Die Polizei habe hunderte Autos kontrolliert und fünf Personen wegen Tragens von Waffen festgenommen, teilte die Regierung des Staates New South Wales mit. Überprüft werde noch, ob Sabotageakte gegen zwei Kirchen mit den Unruhen in Zusammenhang stünden.

Im Gemeindesaal einer der beiden Kirchen wurde Feuer gelegt, in der anderen wurden die Fenster eingeworfen. Beide Kirchen befinden sich in einem Stadtteil, in dem zahlreiche arabische Einwanderer leben. Angriffe weißer Jugendlicher auf junge Australier arabischer Abstammung hatten die Unruhen am Sonntagabend ausgelöst. Am Montagabend zogen daraufhin arabischstämmige Jugendliche durch die Straßen, Schaufenster wurden eingeschlagen und zahlreiche Autos beschädigt. Fast 40 Menschen wurden in den beiden Nächten verletzt.

Das Innenministerium von New South Wales befürchtet neuerliche Ausschreitungen am Wochenende. In den vergangenen Tagen seien zahlreiche SMS-Botschaften abgefangen worden, in denen zu Gewalt aufgerufen werde, sagte Innenminister Carl Scully. Seit Sonntag seien 27 Menschen festgenommen worden. Regierungschef Morris Iemma erklärte, ein Mann sei bereits verurteilt worden. Er habe in der Öffentlichkeit eine Waffe getragen - einen Ast - und müsse für vier Monate ins Gefängnis. Das Urteil solle anderen eine Warnung sein, sagte der stellvertretende Polizeichef Andrew Scipione.

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