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Unser Star für Baku: Keine Lena, nirgendwo

Roman oder Ornella? Der Vorentscheid des Eurovision Song Contest sorgte zwar gestern für Überraschungen, richtig spannend will die Show einfach nicht werden. Das liegt auch an der fehlenden Lena-Euphorie.

Gruppenbild beim Halbfinale: Die Kandidaten der Show Ornella, Shelly, Yana und Roman (von links). Quelle: obs
Gruppenbild beim Halbfinale: Die Kandidaten der Show Ornella, Shelly, Yana und Roman (von links). Quelle: obs

MünchenEs war der Abend der Tränen bei „Unser Star für Baku“. Mitfavoritin Yana Gercke weinte, als sie überraschend im Halbfinale ausschied. Ornella de Santis weinte vor Glück - als Außenseiterin zog sie in die letzte Runde des deutschen Vorentscheids für den Eurovision Song Contest (ESC) ein. Dort wird Ornella auf Roman Lob treffen. Der große Favorit bekam in fast allen Sendungen die meisten Stimmen. Doch Euphorie wie 2010 Lena Meyer-Landrut löste der Industriemechaniker bislang nicht aus - bis zu einem Erfolg im ESC-Finale am 26. Mai in Aserbaidschan ist es noch ein weiter Weg.

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Das Halbfinale am Montagabend war die insgesamt siebte Show des deutschen Vorentscheids. Vier Sänger traten in der Vorschlussrunde gegeneinander an: Die 20-jährige Coburgerin Shelly Phillips, die 20-jährige Yana Gercke aus dem hessischen Biedenkopf, die 27-jährige Offenburgerin Ornella de Santis und der 21-jährige Roman Lob.

Nach den Eindrücken der vorherigen Sendungen schienen die Rollen klar verteilt: Roman würde es ins Finale am kommenden Donnerstag schaffen, wo er vermutlich gegen Yana antritt - so schien es aber nur. Denn in der Halbfinalsendung zeigte Ornella, dass sie offenbar bei den Fans wachsende Leidenschaft auslöst: In den vorherigen Shows wäre sie schon zweimal fast rausgeflogen.

Am Montagabend setzte sie sich aber zunächst im ersten Durchgang gegen Shelly und dann im zweiten Durchgang gegen Yana durch - von diesem Erfolg wirkte auch die Jury um Präsident Thomas D, Stefan Raab und Sängerin Alina Süggeler überrascht.

Doch ob Ornella am Donnerstag gegen Roman ein weiterer Erfolg gelingt? Das wäre eine Sensation. Der in Neustadt/Wied lebende Handwerker, der Musik bisher nur nebenberuflich macht, hat mit Ausnahme der ersten Show in allen Sendungen die meisten Anrufe bekommen. Lob ist stimmstark und mit seiner schüchternen, bescheidenen Art ein kleiner Mädchenschwarm. Jurorin Süggeler glaubt, dass er am ehesten alle Zielgruppen, ob Alt oder Jung, Mann oder Frau anspricht.

  • 14.02.2012, 14:41 UhrAnonymer Benutzer: zarakthuul

    ESC ist doch eine völlig überbewertete Laienveranstaltung. Wer wirklich was kann tritt dort nicht auf.

  • 14.02.2012, 12:53 UhrAnonymer Benutzer: Mollemopp

    "Die schon von Thomas Gottschalks Quotendebakel gebeutelte ARD, die den Wettbewerb zusammen mit ProSieben zeigt, gibt sich dennoch bisher cool."

    Gebührenfinanzierte Sender können sich immer cool geben. Und wenn nur ein einziger Zuschauer zuschauen würde, könnte der Sender an seinem Konzept festhalten. Verluste werden mit Gebührenerhöhungen ausgeglichen.

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