Unternehmen wegen Tod eines Rauchers verklagt
Spanien: Tabakkonzern muss nicht zahlen

Mit der ersten Klage gegen einen Zigarettenproduzent wegen des Todes eines Rauchers hat sich jetzt ein Gericht in Barcelona auseinandergesezt. Die Richter entschieden nach Presseberichten vom Mittwoch, dass die Gefahren des Tabakgenusses allgemein bekannt seien und wiesen die Klage ab.

HB BARCELONA. Das Berufungsgericht wies die Forderungen der Familie des Toten auf Schadenersatz zurück. Der beklagte spanisch-französische Tabakkonzern Altadis trage für den Tod des Rauchers keine Verantwortung. Er habe auf den Zigarettenpackungen vor den Risiken des Rauchens gewarnt.

Die Kammer bestätigte damit die Entscheidung eines Gerichts der ersten Instanz vom März 2001. Einer der drei Richter plädierte allerdings in einem Sondervotum dafür, Altadis zu 110 000 Euro Schadenersatz zu verurteilen. Er begründete dies damit, dass die Informationen des Unternehmens über die schädlichen Wirkungen des Tabakgenusses in der Vergangenheit nicht ausreichend gewesen seien. In dem Prozess ging es um den Tod eines Rauchers, der 1993 an Lungenkrebs gestorben war.

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