Untersuchungshaft wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr
Staatsanwalt im Fall Gsell verhaftet

In den tödlichen Raubüberfall auf den Nürnberger Schönheitschirurgen Franz Gsell ist möglicherweise auch ein Staatsanwalt verwickelt. Das Amtsgericht erließ nach Angaben vom Freitag Haftbefehl gegen den Mann.

HB/dpa NÜRNBERG. Es bestehe der dringende Tatverdacht der Beihilfe zur gemeinschaftlichen Nötigung und Körperverletzung mit Todesfolge, teilte die Justiz mit.

Der 76 Jahre alte Gsell war im Januar in seiner Villa in Nürnberg von zwei unbekannten Männern überfallen und brutal niedergeschlagen worden. Er erlag später seinen Verletzungen. Seit April sitzt seine Witwe Tatjana Gsell (31) in Untersuchungshaft. Die wegen ihres luxuriösen Lebensstils bekannt gewordene Glamour-Frau wird verdächtigt, an der Vorbereitung der Tat beteiligt gewesen zu sein.

Der nun verhaftete Staatsanwalt sei nicht bei der in dem Fall ermittelnden Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth beschäftigt, teilte ein Justizsprecher mit. Der Mann sitze wegen Flucht- und Verdunklungsgefahr seit Donnerstag in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt im „Fall Gsell“ seit kurzem auch gegen einen Düsseldorfer Unternehmer. Die als Alleinerbin des Millionenvermögens geltende Witwe Tajana Gsell soll ein Verhältnis mit dem Unternehmer gehabt haben, weshalb ihr Franz Gsell „Geldhahn zudrehen“ wollte, wie Medien berichteten.

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