Unterwasserbeben in Asien Entwarnung nach Erdbeben vor Indonesien

Wieder ein heftiges Erdbeben vor Indonesien, doch die Tsunami-Warnung kann bald wieder aufgehoben werden. Mehrere Stunden mussten die Menschen in den Küstengebieten zittern. Das weckt Erinnerungen an dunkle Zeiten.
Update: 15.11.2014 - 11:55 Uhr Kommentieren
Die Karte zeigt die Ort des Unterwasserbebens vor der indonesischen Inselgruppe Molukken. Bisher gibt es noch keine Berichte von Verletzten oder Schäden. Ein Tsunami ist möglich. Quelle: dpa

Die Karte zeigt die Ort des Unterwasserbebens vor der indonesischen Inselgruppe Molukken. Bisher gibt es noch keine Berichte von Verletzten oder Schäden. Ein Tsunami ist möglich.

(Foto: dpa)

JakartaEin starkes Erdbeben unter dem Meeresboden hat am Samstag in Indonesien eine Tsunami-Warnung ausgelöst. Das Beben der Stärke 7,1 ereignete sich am Samstag um 03.31 MEZ zwischen den Molukken und der Insel Sulawesi, rund 150 Kilometer von der nächsten Küste entfernt. Nach wenigen Stunden wurde die Warnung wieder aufgehoben. Schäden wurden von den Küsten im Osten des riesigen Inselstaates zunächst nicht gemeldet.

Die US-Geologiebehörde USGS hatte die Stärke zunächst mit 7,3 angegeben und dann auf 7,1 korrigiert. Das Zentrum lag etwa 35 Kilometer unter dem Meeresboden. Bis zu 70 Kilometer tiefe Beben können theoretisch Tsunami-Wellen auslösen.

Indonesien liegt am hufeisenförmigen sogenannten Feuerring, der sich um den Pazifischen Ozean zieht. Dort gibt es unzählige Vulkane und jedes Jahr tausende, meist kleinere Erdbeben.

Diese Katastrophen haben Milliarden gekostet
Bilanz der Flutkatastrophe
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Naturkatastrophen

150 Naturkatastrophen gab es im Jahr 2013. Sie forderten 20.201 Opfer und ihr Versicherungsschaden belief sich auf 37 Milliarden US-Dollar.

Überschwemmungen gab es insgesamt 53, denen 8.633 Menschen zum Opfer fielen. In sieben Ländern in Mitteleuropa kam es 2013 wegen tagelangen Regens zu schweren Überflutungen. Der versicherte Schaden betrug knapp über neun Milliarden US-Dollar. Im Bild ein überschwemmtes Haus im bayerischen Deggendorf. Alle Daten gehen zurück auf die Angaben der Schweizerischen Rückversicherungs-Gesellschaft.

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Stürme

Stürme verursachten 2013 den größten versicherten Schaden: 20,8 Milliarden Dollar. 60 Stürme forderten 8.344 Menschenleben. In Europa hielt Orkan Xaver im Dezember 2013 die Menschen in Atem. Er hinterließ in Schottland schwere Schäden, traf auf die Nordseeküste und zog über die Ostsee.

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Erdbeben

Zwölf Erdbeben gab es im vergangenen Jahr, die 1.095 Menschen in den Tod rissen. Der Schaden belief sich auf 45 Millionen Dollar.

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Dürren, Buschbrände, Hitzewellen

Dürren, Buschbrände und Hitzewellen gab es achtmal im Jahr 2013. Dabei starben 1335 Menschen. Die Brände verursachten einen versicherten Schaden von 609 Millionen Dollar. Besonders in Australien wüteten heftige Buschbrände, nachdem eine Hitzewelle die langjährigen Rekordtemperaturen gebrochen hatte.

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Kälte, Frost

Fünf Kältewellen forderten 727 Todesopfer und richteten 139 Millionen Dollar versicherte Schäden an. Heftige Schneefälle und Minustemperaturen zerstörten im August in Peru über 800 Häuser und kosteten über 25.000 Nutztiere das Leben.

Hagel und Sonnenschein
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Hagel

Acht Hagelstürme richteten den drittgrößten versicherten Schaden aller Kategorien an: 6,1 Milliarden Dollar. Der Hagel forderte aber keine Menschenleben. Besonders heftig traf es Baden-Württemberg und Frankreich im Juli 2013: Allein hier war der Hagel für einen Schaden von 3,8 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) verantwortlich.

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Von Menschen gemachte Katastrophen

Die „Man-made-Katastrophen“, so das Versicherer-Denglisch, verursachten in ihrer Gesamtheit weit weniger Schäden (7,8 Milliarden Dollar) und viel geringere Opferzahlen (5702) als die Naturkatastrophen.

Großbrände, Explosionen: Industrie & Lager

Die meisten Leben bei den menschengemachten Katastrophen forderten Großbrände in Industrie und Lager, und zwar 1276. Zudem entstand ein Schaden von 2,1 Milliarden Dollar.

Ausgelöst werden sie von der Bewegung der Erdplatten, die dort aufeinanderstoßen. Am 26. Dezember 2004 hatte ein Beben der Stärke 9,1 vor Sumatra einen gewaltigen Tsunami ausgelöst, der rund um den Indischen Ozean etwa 230 000 Menschen tötete.

  • rtr
  • afp
  • ap
  • dpa
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