Unwetter

31 sterben bei Überschwemmungen in Indien

In Indien und auf den Philippinen fordern Fluten und Stürme immer mehr Todesopfer. Der Taifun „Nesat“ ist zwar bereits über die Philippinen gezogen, doch jetzt drohen Überschwemmungen und Erdrutsche.
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Lucknow/ManilaHeftiger Monsunregen hat im Norden Indiens am Wochenende mindestens 31 Menschen das Leben gekostet. Betroffen war der bevölkerungsreichste Staat Uttar Pradesh. Einige Dörfer dort waren von der Außenwelt abgeschnitten, die Rettungskräften kamen kaum voran. Es wurde erwartet, dass der Regen noch mindestens zwei Tage anhält.

Wie die Behörden mitteilten, starben einige der Opfer in ihren Lehmhäusern, als die Dächer durch den Regen einstürzten. Mehr als 50 Orte waren überschwemmt, viele Flüsse führten Hochwasser.

Bewohner des Dorfes Sathipur, etwa 125 Kilometer von der ostindischen Stadt Bhubaneshwar entfernt, kämpfen sich durch die Fluten. Viele Regionen sind wegen der schwere Regenfälle und Überflutungen von der Außenwelt abgeschnitten. Quelle: dapd

Bewohner des Dorfes Sathipur, etwa 125 Kilometer von der ostindischen Stadt Bhubaneshwar entfernt, kämpfen sich durch die Fluten. Viele Regionen sind wegen der schwere Regenfälle und Überflutungen von der Außenwelt abgeschnitten.

(Foto: dapd)

Auch auf den Philippinen drohen den Menschen Gefahr durch Unwetter. Nach einem Taifun mit heftigen Regenfällen sind mehr als 100.000 Menschen in Gefahr. Die Behörden fürchten Überschwemmungen und Erdrutsche und haben die Menschen in der Provinz Albay 325 Kilometer südöstlich von Manila am Montag aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

Taifun „Nesat“ wirbelte mit Spitzengeschwindigkeiten von 150 Kilometern in der Stunde vor der Küste. Er nahm Kurs auf Aurora im Nordosten und könnte auch die Millionenmetropole Manila in Mitleidenschaft ziehen, warnten Meteorologen.

In Albay wurden die Schulen geschlossen und kleinere Boote in die Häfen zurückbeordert. 20 Inlandsflüge wurden gestrichen.

Taifun „Ketsana“ wütet auf den Philippinen
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Nach verheerenden Regenfällen sind auf den Philippinen mehr als 240 Menschen gestorben. Der Taifun "Ketsana" hatte am Wochenende über der Hauptstadt Manila gewütet. Mittlerweile ist er nach Vietnam weitergezogen. Foto: Reuters

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Fast zwei Millionen Menschen sind von den schweren Überschwemmungen in der Hauptstadt Manila und den nördlichen Provinzen betroffen. Bis zum Hals stand diesen Menschen in der Stadt San Pedro, südlich von Manila, das Wasser. Foto: dpa

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Bereits am Montag hatte die philippinische Regierung um internationale Hilfe bei der Bewältigung der schlimmsten Unwetterkatastrophe seit mehr als vier Jahrzehnten gebeten. Die Regenfälle seien stärker gewesen als die, die beim Hurrikan "Katrina" im Jahr 2005 auf die amerikanische Stadt New Orleans niedergingen. Foto: dpa

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Die Menschen in Manila versuchen nun alles zu retten, was sie noch haben. Eine weitere Verschlechterung des Wetters wurde angekündigt. Foto: Reuters

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Über 370.000 Menschen seien in Notunterkünften untergebracht. Hier stellt sich ein Vater mit seiner Tochter in eine Schlange, um Hilfsgüter zu bekommen. Foto: Reuters

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Hubschrauber des philippinischen Militärs sind ständig im Einsatz. Dieses Bild einer zerstörten Autobahn in Cainta, im Osten von Manila, wurde aus der Luft aufgenommen. Foto: dpa

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Der Sturm wird auf den Philippinen "Ondoy" genannt. Hier zeigen sich ein paar Kinder an einer Uferpromenade bei Manila wenig beeindruckt von dem schweren Unwetter. Foto: dpa

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