Unwetter im Westen der USA
Viele Vermisste nach Schlammlawinen in Kalifornien

Am ersten Weihnachtsfeiertag haben heftige Regenfälle Schlammlawinen in Kalifornien ausgelöst. Dutzende Personen wurden von der Außenwelt abgeschnitten Bis zu 20 Menschen werden vermisst.

HB SAN FRANCISCO. „Wir hoffen, dass sie in einer Waldhütte oder in Autos Zuflucht gefunden haben“, sagte die Sprecherin der Feuerwehr in Bernardino County, Tracey Martinez, am Freitag. Unter den Vermissten sollen mehrere Jugendliche sein, die an einem Winterlager teilnahmen. Retter konnten am Donnerstagabend 14 Camper aus dem Schlamm befreien.

Manche hätten bis zur Hüfte im Schlamm gesteckt, sagte Martinez. Zu mehreren der Eingeschlossenen habe man telefonisch Kontakt aufnehmen können. Sie könnten aus ihren Häusern jedoch nicht fort. Verschüttete Brücken und Straßen erschwerten den Rettungsmannschaften die Arbeit.

Das Gebiet um San Bernardino rund 130 Kilometer östlich von Los Angeles war im Oktober von schweren Waldbränden heimgesucht worden. Bäume und Wurzelwerk, das den Waldboden normalerweise hält, waren dabei abgebrannt. Deshalb gerieten breite, durch den Regen aufgeweichte Flächen ins Rutschen. Angesichts der andauernden Regenfälle warnte der Wetterdienst am Freitag vor weiteren Schlammlawinen in den ehemaligen Waldbrandgebieten.

Die heftigste Schlammlawine war am Donnerstagabend den Waterman Canyon im San Bernadino County herabgestürzt. Bei heftigem Regen sei alles innerhalb von Minuten von einer bis zu drei Meter dicken Schlammschicht bedeckt gewesen, berichteten Augenzeugen. Es habe wie aus Kübeln geschüttet. Nach einem Bericht der „Los Angeles Times“ hatte es im Süden Kaliforniens seit 20 Jahren nicht mehr zu Weihnachten geregnet.

In Malibu musste nach einem Bergsturz eine Straße gesperrt werden. Im Los Angeles County überflutete der Regen mehrere Häuser. Mit Sandsäcken versuchten Rettungskräfte in ganz Südkalifornien Häuser zu schützen. Im San Bernadino County wurden zahlreiche Häuser vorsorglich evakuiert. Von Stromausfällen waren rund 7000 Menschen betroffen. Insgesamt registrierte die Polizei allein in der Region Los Angeles mehr als 1200 Unfälle am ersten Weihnachtstag. Ein Mann kam dabei ums Leben.

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