Unwetter in Mexiko
Tornado tötet 13 Menschen

Der Sturm war gewaltig und überraschte viele Anwohner offenbar: Ein Tornado hat am Montag im Norden Mexikos 13 Menschen das Leben gekostet und etliche mehr obdachlos gemacht. Die örtlichen Behörden sind überfordert.
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SaltilloEin mächtiger Tornado hat in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Acuña mindestens 13 Menschen in den Tod gerissen, darunter drei Kleinkinder. Drei weitere würden nach dem Unwetter vom Montag vermisst, wie Bürgermeister Evaristo Perez Rivera mitteilte. Bis zu 200 Wohnhäuser wurden zerstört, Autos und andere Fahrzeuge durch die Luft gewirbelt.

Ein Baby wurde aus den Armen seiner Mutter weggeweht und galt als vermisst. Rettungskräfte durchkämmten die Trümmer nach Opfern. Rund 300 Verletzte wurden in Krankenhäusern behandelt. „Nichts steht mehr, keine Mauern, keine Dächer“, sagte Sprecher Edgar Gonzalez von der Stadtverwaltung. Ein drei Quadratkilometer großes Gebiet sei besonders hart getroffen worden.

Fotos von den betroffenen Schauplätzen boten ein Bild der Verwüstung Autos mit aufgerissenen Motorhauben drückten gegen die Fassaden einstöckiger Häuser. Ein Auto wurde buchstäblich um das Tor eines Hauses gebogen. Ein zerknäulter Bus stand umgestürzt an einer Straße.

Ein Sprecher des Innenministeriums des nordmexikanischen Staats Coahuila sagte, der Wirbelsturm sei gegen 06.40 Uhr Ortszeit über die Stadt hereingebrochen - etwa zu der Zeit, als Busse Kinder zur Schule fahren wollten.

Ciudad Acuña hat rund 125 000 Einwohner und liegt direkt an der US-Grenze zum Staat Texas. Präsident Enrique Peña Nieto kündigte noch für Montag (Ortszeit) einen gemeinsamen Besuch mit Vertretern von Regierungsbehörden in der Stadt an.

Auf der anderen Seite der Grenze machte ein Schlechtwettergebiet mit Tornados, Überschwemmungen und heftigem Regen den Menschen zu schaffen. In Texas wurden nach einer Flutwelle zwölf Menschen vermisst, mindestens 2000 Bürger mussten ihre Wohnungen wegen Hochwassers verlassen. Drei Todesfälle wurden dem Unwetter zugeschrieben, einer in Texas und zwei in Oklahoma.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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