Unwetter
Philippinen leiden weiter unter Monsunregen

Auf den Philippinen müssen mehr als 130.000 Menschen vor den Wassermassen flüchten. Ein schwerer Monsunregen behindert das öffentliche Leben in der Hauptstadt Manila. Mindestens drei Menschen starben.
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ManilaSchwere Monsunregen haben die philippinische Millionenmetropole Manila und weite Teile der nördlichen Provinzen lahmgelegt. Mehr als die Hälfte des Hauptstadtgebiets war überschwemmt, berichtete die Behörde für Katastrophenschutz am Dienstag. In einigen Stadtteilen stand das Wasser zwei Meter hoch und die Einwohner flüchteten auf ihre Dächer.

Straßen in der gesamten Metropole standen unter Wasser, die meisten waren für Fahrzeuge unpassierbar. In 44 Evakuierungszentren suchten zehntausende Menschen Zuflucht. In Manila leben zwölf Millionen Menschen.Insgesamt flüchteten 130 000 Menschen vor den Wassermassen aus ihren Häusern. Sieben Menschen kamen bis Dienstag ums Leben, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Vier Menschen werden demnach noch vermisst. Laut AP kamen nach amtlichen Angaben mindestens drei Menschen ums Leben, elf wurden verletzt oder vermisst. Die meisten wurden beim Überqueren angeschwollener Flüsse von den Wassermassen fortgerissen.

Der Wetterdienst warnte vor weiteren Regenfällen, bis zu 40 Millimeter pro Stunde. Das Zentrum von Tropensturm „Trami“ zog inzwischen weiter nach Norden über vorgelagerte Inseln Richtung Taiwan. Das Tief mit seinen Ausläufern brachte Regen in einem Gebiet mit rund 500 Kilometern Durchmesser.

In den Philippinen sind in der Monsunzeit ergiebige Niederschläge an der Tagesordnung. Manila liegt tief; die Rodung von Wäldern in den Bergen hat die Häufigkeit von Hochwasser zunehmen lassen; zudem siedeln viele arme Menschen an Kanälen und Flüssen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Unwetter: Philippinen leiden weiter unter Monsunregen"

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  • Die Wassermassen waren schon ein Problem als ich 1997 dort war. Die Leute uebernachten in den Bueros weil ihre Wohnsiedlung abgeschnitten ist.
    das Geld zum Kanalbau. Flussbereinigung etc.. endet halt in den privaten Taschen der korrupten Politiker -- so wie in Fakelaki-Griechenland.

  • Es ist schon erstaunlich, wie oft diese Überschwemmungen in den letzten Jahren in Manila waren. Im vergangenen Jahr sind wir nur mit Glück durch die überfluteten Straßen zum Flughafen gekommen. Die Politik kündigt dann an, das Kanalsystem zu verbessern und und und... Was passiert letztlich? Nichts. Daran wird wohl auch der neue Bürgermeister von Manila, der Expräsident Joseph Estrada nichts ändern...

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