Unwetter treffen Deutschland
Fast 140 Passagiere schlafen am Hamburger Flughafen

Hitze, Blitze und Regen – das Wetter hat in einigen Teilen Deutschlands für Großeinsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. In Hamburg mussten 140 Flugreisende in Notbetten schlafen. Grund war ein heftiges Gewitter.
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Hamburg, BerlinEin entgleister Zug, Schlamm auf der Autobahn und ein lahmgelegter Flughafen: Blitze, Stürme und Regenschauer haben in der Nacht zu Samstag in großen Teilen Deutschlands heftig gewütet. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) regnete es auf einem Streifen von Bayern über Thüringen bis Schleswig-Holstein wie aus Kübeln, teils stundenlang. Polizei und Feuerwehr waren vielerorts im Dauereinsatz.

Im Osten Thüringens entgleiste am Freitagabend ein Regionalzug. Er fuhr bei Stadtroda – zwischen Jena und Gera – in eine Lawine aus Schlamm und Geröll. Diese war nach einem Unwetter auf die Gleise gerutscht, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Sieben Menschen wurden beim Unfall leicht verletzt. Der Regionalexpress war von Glauchau (Sachsen) nach Göttingen (Niedersachsen) unterwegs. Die Strecke war wegen der Bergungsarbeiten für Stunden gesperrt.

Ein Unwetter über Hamburg bescherte derweil fast 140 Flugreisenden eine Nacht auf Feldbetten im Flughafen Fuhlsbüttel. „15 Abflüge und 14 Ankünfte von Maschinen mussten gestrichen werden“, sagte eine Flughafensprecherin. Von den am Freitagabend gestrichenen Abflügen waren rund 1500 Passagiere betroffen, die meisten seien aber wieder nach Hause gegangen oder hätten in Hotels übernachtet. Zeitweise mussten Passagiere während des Gewitters auch in gerade gelandeten Maschinen ausharren. „Wenn wir Blitzwarnungen haben, dürfen unsere Mitarbeiter nicht aufs Rollfeld und weiter abfertigen, und die Fluggäste dürfen auch nicht aussteigen. Das ist zu gefährlich.“

In Sachsen-Anhalt führten die Regenmassen in der Nacht zum Samstag zu Überschwemmungen. In Bad Bibra nahe Naumburg (Saale) zum Beispiel fielen innerhalb einer Stunde 36 Liter Regen pro Quadratmeter. Schlammlawinen gingen auf Straßen nieder und Keller liefen voll. Die Autobahn 38 bei Querfurt wurde durch den Starkregen überspült. Wegen Schotter auf der Fahrbahn in Richtung Leipzig gab es eine Vollsperrung.

Nach starken Regenfällen in weiten Teilen Deutschlands beginnt die neue Woche laut DWD meist mit sonnigem Wetter. Abgesehen von einigen Schauern entlang dem Alpenrand bleibt es trocken, und es wird von Tag zu Tag wärmer. Im Südwesten und Westen klettern die Temperaturen in den kommenden Tagen auf sommerliche 26 Grad. Aber das Schauer- und Gewitterrisiko nimmt laut Vorhersage im Laufe der Woche etwas zu.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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