Unwetter und Erdrutsche
Dutzende Tote in China

Durch gleich zwei Zwischenfälle sind in China seit Donnerstag mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. Während im Süden Chinas seit Donnerstag Unwetter und Überschwemmungen zahlreiche Leben kosteten, verschüttete im Norden ein Bergrutsch eine ganze Fabrik.

HB PEKING. Nach einem Bergrutsch in Luliang in der nordchinesischen Provinz Shanxi wurden bis Samstag 19 Leichen aus einer verschütteten Fabrik geborgen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Nur ein Arbeiter wurde aus den Trümmern gerettet. "Ich arbeitete in der Werkstatt, als ich plötzlich Erdmassen vom Berg rutschen sah", sagte der Arbeiter. "Ich rannte, kam aber nur zehn Meter, bis ich von Dachbrettern umgehauen wurde, die durch den Bergrutsch zerstört worden waren."

In Südchina starben nach schweren Unwettern und Überschwemmungen seit Donnerstag mindestens 18 Menschen. Allein in der Provinz Guangdong wurden sechs Menschen getötet, wie Xinhua berichtete. Vier galten noch als vermisst. Aus der überfluteten Stadt Lechang wurden rund 100 000 Menschen in Sicherheit gebracht. Der Wasserpegel des Wujiang-Flusses stieg dort seit Mitternacht um fast vier Meter über die Grenze für den Hochwasseralarm, fiel dann aber langsam wieder.

Von schweren Regenfällen und Hochwasser waren auch die Provinzen Jiangxi, Hunan, Hebei und Anhui sowie die Autonome Region Guangxi betroffen. Aus Angst vor Überschwemmungen wurden in der Stadt Yongzhou in Hunan rund 50 000 Menschen in Sicherheit gebracht. In der südchinesischen Metropole Shenzhen, wo zwei Menschen ums Leben kamen, sorgten die Regenfälle auch für ein Verkehrschaos. Auch die Stadt Wuzhou in Guangxi bereitete sich auf Überschwemmungen vor, weil sich am Oberlauf des Guijiang-Flusses eine Flutwelle gebildet hatte, die am Wochenende in der Stadt erwartet wurde.

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