Unwetter
Zwei Tote und mehr als 20 Verletzte

Gewitter, heftiger Wind und Starkregen halten Polizei und Rettungsdienste weiter in Atem. Bei Unwettern vor allem im Süden und Osten Deutschlands kommen am Freitag zwei Menschen ums Leben.
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Dresden/SchönauBei zum Teil heftigen Unwettern im Osten und Süden Deutschlands sind am Freitag zwei Menschen getötet und mindestens 20 verletzt worden. In Heidenau bei Dresden wurde ein neunjähriges Mädchen am frühen Freitagabend von einem Blitz erschlagen. Nördlich der sächsischen Landeshauptstadt, in Laußnitz, stürzte ein Baum auf das Auto eines 23-Jährigen und verletzte diesen tödlich.

Die Identität des jungen Mannes konnte zunächst nicht festgestellt werden, weil die Rettungskräfte auch Stunden nach dem Unglück auf der Bundesstraße 97 bei Laußnitz den schweren Baum nicht von dem Wagen heben konnten. Ein weiterer umstürzender Baum verletzte zwei weitere Menschen.

Das in Heidenau getötete Mädchen hielt sich offenbar in unmittelbarer Nähe eines Baums auf, der vom Blitz getroffen wurde. Wie die Polizei in Dresden weiter mitteilte, ereignete sich das Unglück auf dem Gelände eines Schwimmbades. Die genauen Umstände müssten aber noch geklärt werden, so ein Sprecher.

Glück im Unglück hatten 15 Bergsteiger im Berchtesgadener Land. Ein Blitz streifte die Wandergruppe am Freitag. Dabei wurden 15 Menschen verletzt, unter ihnen ein zehnjähriger Junge. Für 13 von ihnen endete die Wanderung im Krankenhaus. Zu der Gruppe gehörten auch Soldaten aus den Niederlanden.

Jedes Jahr werden in Deutschland nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) 40 bis 50 Menschen direkt oder indirekt von einem Blitz getroffen, einige von ihnen tödlich. Bereits vor gut einer Woche waren im hessischen Korbach vier Frauen durch den Blitzeinschlag auf einem Golfplatz getötet worden.

Im südbayrischen Raisting stürzte ein Festzelt wegen des starken Windes zusammen. Wie die Polizei in München mitteilte, verletzten sich fünf Menschen - einer davon schwer. Der Sachschaden wird auf bis zu 50 000 Euro geschätzt.

Vor allem der Osten und Süden Deutschlands wurde von den Ausläufern des Tiefs „Mina“ heimgesucht. Sintflutartige Regenfälle bedeuteten überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und viel Arbeit für die Feuerwehr. Der DWD in Offenbach kündigte für Samstag neue Gewitter an.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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