Uraufführung von «Abraham» in Rom
Papst wirbt für Aussöhnung der Weltreligionen

Bei einem Konzert für Vertreter der drei Weltreligionen hat der Papst eine Aussöhnung von Judentum, Christentum und Islam angemahnt. Uraufgeführt wurde «Abraham» - Stammvater der drei Religionen.

HB BERLIN. Bei einem Konzert für Christen, Juden und Muslime hat Papst Johannes Paul II. in Rom für ein besseres Miteinander der drei Weltreligionen geworben. «Wir fühlen die dringende Notwendigkeit einer ernsthaften Aussöhnung derer, die daran glauben, dass es den einen Gott gibt», sagte Johannes Paul II. am Samstagabend. «Juden, Christen und Moslems können nicht hinnehmen, dass die Welt unter dem Einfluss von Gewalt steht, und dass die Menschheit von endlosen Kriegen geplagt wird.»

Gemeinsam mit dem Papst saßen der frühere Oberrabbiner von Rom, Elio Toaff, und der muslimische Imam der italienischen Hauptstadt, Abdulwahab Hussein Gomaa am Rand der Bühne im Vatikan. Es spielten die Pittsburgher Symphoniker unter Leitung von Gilbert Levine.

Sie führten das Werk «Abraham» auf. Der US-Komponist John Harbison hatte es eigens für diesen Anlass komponiert. Abraham wird von Christentum, Islam und Judentum gleichermaßen als Stammvater angesehen. Organisiert wurde das Konzert von dem deutschen Kardinal Walter Kasper, der im Vatikan für die Beziehung der Religionen zuständig ist.

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