Urlaub auf den Weiten der Meere
Traumschiff auf Zeit

Eine ordentliche Segelyacht kostet Geld. Viel Geld. Sehr viel Geld. Warum nicht lieber ein Luxusschiff samt Crew chartern und das Segeln in vollen Zügen genießen? Die Rechnung geht garantiert auf.

Anno 1949 segelt Vernon Edward Barling Nicholson an Bord seines 22-Meter-Schoners Mollihawk einen Amerikaner vom Mill Reef Club im Süden Antiguas durch die westindischen Inseln spazieren. Der Gast findet Nicholsons Segelservice „gorgeous“. Er genießt einen sorglosen Törn, weil eine Crew an Bord ist, die sich um die nautischen Belange, den Betrieb der Yacht und die Verpflegung kümmert. Mit einer komfortabel großen Yacht bei konstanter Passatbrise unbesorgt durch die Kleinen Antillen zu pflügen, passend zur Happy Hour zu ankern, baden zu gehen oder das Eiland zu erkunden – solch eine karibisch-unbekümmerte Robinsonade ist die schönste Art, vom Alltag und Arbeitsleben abzutauchen.

Eine Yacht muss laufen, sonst bewächst der Rumpf, werden Pumpen und Ventile schwergängig, rosten Motor und Instrumente. Der Propeller verkrautet, die Winschen drehen zäh, die Umlenkrollen der Takelage knirschen, das Tauwerk gammelt und das Holz wird grau. Eine Segelyacht, die lange liegt, törnt ab. Nicholson erkennt die Chance. Bald übergibt ein amerikanischer Segler ihm sein Schiff zum Charterbetrieb in Antigua. Ein Engländer lässt seine Yacht aus dem Mittelmeer in die Karibik überführen. Eine neue Form des Urlaubs, der so genannte Yachtcharter, ist erfunden.

Aus den idyllischen Anfängen in Antigua wurde ein straff organisiertes Geschäft. In der Karibik laufen Dutzende, weltweit Hunderte von Charteryachten mit Besatzung. Die Antigua Boat Show im hurrikansicheren Idyll von Nelsons Dockyard am Nicholson-Stützpunkt English Harbour ist heute Branchentreff und weltweit maßgebliche Bootsmesse für den Ferien an Bord professionell geskipperter Urlaubsyachten. Das seit den sechziger Jahren ausgebaute Flugnetz und der seit den Siebzigern vom glasfaser-verstärkten Kunststoff revolutionierte Bootsbau waren die Grundlage dafür, dass es heute an praktisch jeder abwechslungsreichen Küste Mietflotten gibt.

Zur beliebtesten Form des Segelurlaubs wurde der so genannte Bare Boat Charter, bei dem man eine Yacht mittlerer Größe, d. h. von 33 bis 50 Fuß (oder zehn bis 15 Metern) Länge mit vier bis acht Kojen selbst skippert. Man hat das Boot für sich und gibt es nach dem Segelurlaub wie ein Wohnmobil wieder zurück. Der moderne Bootsbau bietet pflegeleichte und praktische Yachten, die sich durch ein beeindruckendes Platzangebot und gutmütige Segeleigenschaften auszeichnen.

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