Ursachenforschung
Dächerkontrollen in Kattowitz

Nach dem Einsturz einer Messehalle in Kattowitz, bei dem mindestens 66 Menschen ums Leben kamen, geht die Suche nach den Ursachen mit Hochdruck weiter. Alle das Gebäude betreffenden Unterlagen sollten genau geprüft werden, sagte der Leiter der von der Regierung eingesetzten Untersuchungskommission, Jerzy Krawczyk, am Montagmorgen im Nachrichtensender TVN 24.

HB Warschau/Kattowitz. Transportminister Jerzy Polaczek, der auch für das Bauwesen zuständig ist, hatte am Sonntagabend berichtet, auf dem Dach der größten Messehalle des Kattowitzer Messegeländes habe ersten Ermittlungen zufolge mehr Schnee gelegen, als die Sicherheitsnormen zulassen. Die Betreiberfirma bestreitet dies. Das Dach der Halle war am Samstag während einer Brieftaubenmesse eingestürzt und hatte hunderte Menschen lebendig begraben.Mehr als tausend Einsatzkräfte versuchten die Verschütteten in Sicherheit zu bringen. 66 Tote wurden geborgen, unter ihnen zwei Deutsche. Mehr als 140 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Als Konsequenz aus dem Unglück werden die Flachdächer großer Bauten wie Messehallen, Supermärkte, Einkaufszentren oder Schwimmbäder in ganz Polen von der Bauaufsicht untersucht. Bereits am Sonntagabend wurde im oberschlesischen Bytom (Beuthen) ein Supermarkt geräumt, nachdem Risse in einer Wand bemerkt worden waren. Schon am Sonntag hatten Bauinspektoren unter anderem den Warschauer Flughafen und den Hauptbahnhof auf mögliche Risiken überprüft. Die polnische Regierung will in Kattowitz zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um sich mit dem Unglück und seinen Folgen befasst.

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