Urteil
Deutscher soll für unfreiwilligen Abstecher in Iran büßen

Die iranische Justiz kennt keine Gnade mit einem 52 Jahre alten Mann aus Rheinland-Pfalz, der bei einer Angeltour im Persischen Golf in die Hoheitsgewässer des Landes geraten und festgenommen worden war. Der Mann soll für anderthalb Jahre ins Gefängnis.

HB TEHERAN. Seine Ehefrau sagte am Dienstag im Südwestrundfunk, sie wolle auf jeden Fall gegen das Urteil vorgehen. Ihr Mann habe nichts getan. Sie hatte nach Angaben des Auswärtigen Amtes am Dienstag mit ihrem Mann telefonieren können.

„Wenn so eine Freiheitsstrafe tatsächlich ausgesprochen werden würde, gibt es neben dem normalen Instrument der Berufung auch die Möglichkeit, dass die Strafvollstreckung erlassen wird“, sagte der Anwalt des Pfälzers, Klaus Kübler. Er kündigte an, nach Erhalt und Übersetzung des Urteils mit der Anwaltskanzlei in Iran eine Berufung gegen das Urteil prüfen zu wollen.

Das Auswärtige Amt bestätigte zwar, dass es ein Urteil gibt. Über den Inhalt könne man aber keine Angaben machen, da das Urteil weder der deutschen noch der französischen Seite bislang zugestellt worden sei. Der aus Lambsheim stammende Mann war Ende November bei einer Schiffstour mit einem französischen Bekannten in iranische Hoheitsgewässer geraten und festgenommen worden.

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