Urteil in Augsburg

Kirche darf Pornodarstellerin entlassen

Wegen ihrer Mitwirkung an Erotikfilmen hat die Diakonie eine Mitarbeiterin entlassen – zu Recht, wie nun ein Arbeitsgericht entschied. Die Erzieherin habe sich damit in Widerspruch zur kirchlichen Sexualethik gestellt.
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Pornografische Aktivitäten stehen in Widerspruch zur kirchlichen Sexualethik – das gilt auch für Mitarbeiter der Diakonie. Quelle: dpa

Pornografische Aktivitäten stehen in Widerspruch zur kirchlichen Sexualethik – das gilt auch für Mitarbeiter der Diakonie.

(Foto: dpa)

AugsburgDie Kirche darf eine Erzieherin wegen ihrer Mitwirkung an Erotikfilmen entlassen. Das Augsburger Arbeitsgericht entschied am Mittwoch, dass die Kündigung der Pornodarstellerin durch die Diakonie rechtens ist. Die Klägerin habe sich mit ihren pornografischen Aktivitäten in Widerspruch zur kirchlichen Sexualethik gestellt, befand das Gericht.

Die Frau arbeitete in einer Wohngruppe für Behinderte des evangelischen Trägers. Nebenbei veröffentliche sie im Internet noch Pornofilme und -fotos von sich. Die Diakonie forderte die langjährige Mitarbeiterin auf, dies sein zu lassen, doch die Erzieherin weigerte sich und zog schließlich nach einer Kündigung vor das Arbeitsgericht.

  • dpa
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