Urteil
Millionenbetrug: Vier Jahre Haft für Frankfurter Banker

Das Frankfurter Landgericht hat am Dienstag einen ehemaligen Abteilungsleiter der Commerzbank zu vier Jahren Freiheitsstrafe wegen Untreue und Betrugs verurteilt. Der 47-jährige hob zwischen Anfang 2002 und Ende 2006 von sechs Kundenkonten knapp zwei Millionen Euro ab.

FRANKFURT. Der Angeklagte gab die 1 279 Taten vor Gericht zu und erklärte sie mit seinem aufwendigen Lebensstil. Deshalb sei von dem Geld auch nichts mehr übrig.

Bei der Commerzbank betreute er als Gruppenleiter die Auslandskunden. Er stellte sich laut Urteil selbst EC-Karten für die Konten seiner Kunden aus. Damit habe er Geld abgehoben - entweder per Überweisung oder an Geldautomaten. In einigen Fällen habe er seinen Kollegen vorgetäuscht, die Kunden säßen im Nebenraum, weil sie nicht an den Kassenschalter wollten. In diesen Fällen habe er sich von den Konten das Geld bar ausbezahlen lassen. In knapp fünf Jahren veruntreute er auf diese Art und Weise insgesamt 1,8 Millionen Euro.

Der Bank fielen die Betrügereien erst Ende 2006 bei einer internen Prüfung auf. Sie hat den Mitarbeiter sofort fristlos entlassen. Der Vorsitzende Richter sprach aber nicht von einer Mitschuld des Geldinstituts. Der Angeklagte nahm das Urteil an. Auch die Staatsanwaltschaft, die viereinhalb Jahre Freiheitsstrafe beantragt hatte, verzichtete auf Rechtsmittel. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

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