US-Behörde rügt Bäckerei „Liebe“ ist keine Müsli-Zutat

Im Müsli stecken bekanntlich allerlei Zutaten. „Liebe“ gehört nach Ansicht der US-Lebensmittelkontrolleure aber nicht dazu. Deswegen wurde nun einen Bäckerei in Massachusetts abgemahnt.
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Die zuständige US-Aufsichtsbehörde FDA hat jetzt eine Bäckerei im Bundesstaat Massachusetts aufgefordert, in der Zutatenliste für Frühstücksflocken nur handfeste Bestandteile zu nennen. Quelle: dpa
Müsli

Die zuständige US-Aufsichtsbehörde FDA hat jetzt eine Bäckerei im Bundesstaat Massachusetts aufgefordert, in der Zutatenliste für Frühstücksflocken nur handfeste Bestandteile zu nennen.

(Foto: dpa)

ConcordGefühle haben im Müsli aus Sicht von US-Lebensmittelkontrolleuren nichts zu suchen. Die zuständige Aufsichtsbehörde FDA hat jetzt eine Bäckerei im Bundesstaat Massachusetts aufgefordert, in der Zutatenliste für Frühstücksflocken nur handfeste Bestandteile zu nennen. „Ihre Marke Nashoba Granola führt die Zutat „Liebe““, heißt es in der Abmahnung. „Liebe“ sei aber kein gängiger oder üblicher Name für eine Zutat.

Der Inhaber der Nashoba Brook Bakery in Concord bezeichnete die Vorgabe der Behörde als „ziemlich albern“. Sein Betrieb müsse mit Leidenschaft und Liebe an die Arbeit herangehen, schließlich würden täglich frisches Brot, Müsli und Gebäck hergestellt, sagte John Gates dem Sender National Public Radio am Mittwoch (Ortszeit).

Die irrwitzigsten Verbote der Welt
Schweiz: nach 22:00 Uhr auf die Toilette
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In der Schweiz ist das nächtliche Wasserlassen verboten: Der Toilettenbesuch muss entweder bis zum nächsten Tag hinausgeschoben oder eine andere, weniger hygienische Lösung gefunden werden, sprich: nicht abzuspülen bis zum nächsten Morgen. Nicht erlaubt ist auch das Pinkeln im Stehen zu später Stunde, auch ohne die Spülung zu betätigen, da – so die Meinung – die Nachtruhe der Nachbarn zwangsläufig gestört würde.

Quelle: ots/Reiseportal Jetcost.de

Singapur: Kaugummi kauen
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Singapur ist eines der saubersten Länder der Welt. Als man 1992 bemerkte, dass sich die Rechnung der öffentlichen Reinigung aufgrund von auf Fußböden festklebenden Kaugummis immer mehr erhöhte, wurden Verkauf und Konsum des schmatzenden Gummis verboten. Seit 2004 wurde das Verbot leicht gelockert und die singapurischen Bewohner dürfen seitdem wieder kaugummikauen – aber nur auf ärztliche Anordnung! Zum Erwerb sind jene berechtigt, die mit dem Rauchen aufhören wollen oder über Verdauungsbeschwerden klagen.

Dubai: Küssen in der Öffentlichkeit
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Dubai ist derzeit eines der beliebtesten Ziele für Honeymooner. Die frisch Vermählten sollten jedoch vorsichtig sein, wo sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Küssen in der Öffentlichkeit ist nämlich in Dubai verboten, da es nicht mit den Vorschriften lokaler Kultur und Sitten konform geht. Aufgrund der Anzahl festgenommener Paare hat die Regierung eine Broschüre veröffentlicht, in der sie ausländische Besucher darüber aufklärt, bestimmte Verhaltensregeln während ihres Aufenthalts zu respektieren. Die Vorschriften erinnern unter anderem daran, dass auf der Straße weder Alkohol konsumiert werden darf, noch betrunkenes Torkeln oder Tanzen, Zuneigungsbekundungen wie Küssen oder Händchenhalten erlaubt sind. Darüber hinaus wird das Einnehmen von Drogen, Fluchen und das Äußern von Schimpfwörtern sowie Spucken nicht geduldet.

Philippinen:: Frank Sinatras „My Way“ singen
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In manchen Ländern ist Karaoke eine sehr ernste Sache. So ernst, dass es bei falsch gesungener oder respektloser Interpretation einiger Songs zu schwerwiegenden Zwischenfällen gekommen ist. Dies ist beispielsweise auf den Philippinen der Fall, wo Frank Sinatras „My Way“ 2010 in Karaoke-Lokalen verboten werden musste, da es seinetwegen zu Zwischenfällen bis hin zu Mord gekommen ist. Denn in den letzten zehn Jahren vor dem Verbot gab es mindestens ein halbes Dutzend organisierte Streitereien, die für den Interpreten einer "miserable Versionen" des besagten Liedes zum Tod führten.

Kampf dem „My-Way-Verbrechen“
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Obwohl die Behörden nicht nachweisen konnten, dass die tödlichen Querelen Sinatras Song zur Ursache hatten, bezeichnete die Presse die Taten als die „My-Way-Verbrechen“. Was zu einer einfachen Anekdote hätten werden können, kulminierte in einer nationalen Paranoia: viele Lokale des Landes strichen „My Way“ aus ihrem Song-Repertoire.

Burundi: Joggen in Gruppen
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Während des Bürgerkriegs, der in Burundi von 1993 bis 2008 tobte, liefen die Bürger in großen Gruppen los, um Spannungen abzubauen und sich vor den gefährlichen Milizen zu schützen. Im März 2014 jedoch verbot der Präsident des Landes, Pierre Nkurunziza, das Laufen in Gruppen mit dem Argument, die kollektiven Läufe würden als Deckmantel subversiven Unruhestiftens gegen die Regierung genutzt. Das Gesetz ist derart streng, dass es Gefängnisstrafen vorsieht. Aber dies gilt nur für Gruppen, einzelne Personen dürfen weiterhin joggen gehen.

Turkmenistan: Playback, Oper und Ballett
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In Turkmenistan wird entweder richtig oder gar nicht gesungen. Die Regierung erließ 2005 ein Verbot von Playbacks für Sänger und Gruppen in Fernsehshows und bei kulturellen Events, mit dem Ziel, „die authentische Kultur des Landes zu erhalten“. Und da man schon beim Verbieten war, schloss man gleichzeitig die für „unnötig“ befundene Oper und das Ballett in das Verbot mit ein.

Seine Bäckerei hat jedoch nicht nur deswegen Ärger mit der FDA. Bemängelt werden unter anderem auch unhygienische Umstände bei Herstellung und Lagerung von Lebensmitteln. Sein Unternehmen werde allen Forderungen der Behörde nachkommen, beteuerte Gates. „Wir werden die FDA aber bitten, ob sie das Wort „Liebe“ nicht doch als Bestandteil der Zutatenliste in Betracht ziehen kann.“

  • dpa
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