US-Bundesstaat Texas
Tote und viele Verletzte bei Explosion in Düngerfabrik

Feuer-Katastrophe in Texas: Bei einer schweren Explosion in einer Düngemittelfabrik sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere sind verletzt und bis zu 80 Häuser wurden zerstört - die Ursache ist unklar.
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WashingtonBei einer Explosion in der Düngemittelfabrik West Fertilizer Company in Texas sind US-Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere seien verletzt worden, viele von ihnen schwer. Auf Fernsehbildern war eine riesige Rauchwolke über der Fabrik in der Ortschaft West gut 30 Kilometer nördlich von Waco zu sehen, Gebäude standen in Flammen.

Im Internet wird unter anderem auf dem Fox-Portal myfoxdfw.com im Live-Stream berichtet. Nach Informationen des US-Fernsehsenders CBS sollen nicht zwei, sondern mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen sein. Das habe der Chef des lokalen Rettungsdienstes, George Smith, dem Sender bestätigt.

Nach Angaben des Bürgermeisters von West wurden bei dem Unglück am Mittwochabend (Ortszeit) bis zu 80 Häuser zerstört. In einem Umkreis von fünf Blocks um die Fabrik habe es schwere Schäden gegeben, sagte Tommy Muska dem Sender CNN. Betroffen seien auch eine Schule und ein Altenheim. Zur Zahl der Todesopfer konnte er noch keine Angaben machen.

Auf einem nahe der Fabrik gelegenen Sportplatz wurde ein Erstversorgungszentrum eingerichtet. Krankenwagen und Hubschrauber brachten die Verletzten in umliegende Kliniken. Ein Mitarbeiter eines Krankenhauses in Waco sagte CNN, man sei aufgefordert worden, sich auf die Versorgung von 100 Verletzten vorzubereiten.

Vor der Explosion war den Berichten zufolge ein Feuer in der Fabrik ausgebrochen. Als ein Düngemitteltank explodierte, seien bereits Feuerwehrleute am Unglücksort gewesen. Da sich auf dem Gelände noch ein zweiter Tank befinde, seien die Bewohner Wests aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen, berichtete CNN. Auch die Hubschrauber seien aufgefordert worden, wegen einer befürchteten zweiten Explosion eine Mindestflughöhe einzuhalten.

Offenbar wurden Feuerwehrleute während ihres Einsatzes am Unglücksort durch eine zweite Explosion verletzt. Dies geht aus der Funkkommunikation von Rettungskräften hervor, die der Sender CBS sendete. Der Rezeptionist Jason Shelton von einem nahe gelegenen Hotel sagte der Zeitung „Dallas Morning News“, dass es zunächst einen Brand gegeben habe. Wasser sei dann versprüht worden und in Kontakt mit Ammoniak gekommen. Dadurch sei es zur Explosion gekommen.

Anwohnerin Crystal Anthony sagte der Zeitung „Waco Tribune-Herald“, auch ein Altenheim, ein Apartmentgebäude und eine Schule seien in Brand geraten. Sie habe dabei geholfen, Altenheimbewohner in Sicherheit zu bringen. In der Stadt Waco jährt sich in Kürze zum 20. Mal die Stürmung des Geländes, wo sich Mitglieder einer Sekte 51 Tage lang verschanzt hatten. Dabei starben dutzende Menschen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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