US-Kernkraftwerk
Ventilator verursachte Strahlenpanne in Harrisburg

Die Strahlenpanne im US-Kernkraftwerk Harrisburg ist nach Angaben der Betreiber durch das Ventilatorensystem verursacht worden. Der Unfall wird aber als gering eingestuft – und soll sich nach Betreiberangaben nicht wiederholen können.
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HB WASHINGTON. Wegen einer unbeabsichtigten Änderung des Luftdrucks sei eine kleine Menge radioaktiver Partikel in ein Rohr gelangt, das bei Renovierungsarbeiten zuvor aufgeschnitten worden sei, berichtete die Zeitung "The Philadelphia Inquirer" am Montag unter Berufung auf die Betreiberfirma Exelon. Durch dieses Loch sei schließlich am Samstag die Strahlung entwichen.

Der Unfall im Meiler Three Mile Island bei Harrisburg in Pennsylvania wurde allerdings als leicht eingestuft. Laut Exelon wurden die Ventilatoren anders eingestellt, damit sich der Unfall nicht wiederholen kann. "Alles läuft wieder normal", sagte Unternehmens-Vizepräsident Bill Noll.

Vor 30 Jahren war es dort zum schwersten Atomunfall in der amerikanischen Geschichte gekommen. Die teilweise Kernschmelze hatte weltweit Besorgnis ausgelöst, obwohl bei Arbeitern und Anwohnern später keine strahlenbedingten Erkrankungen festgestellt wurden. Seit damals wurden keine neuen Atomkraftwerke in den USA gebaut.

Nach dem Unfall vom Samstag waren 150 Arbeiter nach Hause geschickt worden, ihre Strahlenbelastung war aber gering, wie Messungen ergaben. Die Betreiber unterstrichen, dass außerhalb des Kraftwerks keine Kontamination festgestellt wurde. Die Öffentlichkeit sei zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, hieß es.

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