US-Staat Colorado
Mann stirbt bei Fracking-Unfall

Ein Toter und zwei Verletzte ist die traurige Bilanz eines Fracking-Unfalls im US-Bundesstaat Colorado. Die drei Auftragnehmer des Konzerns Halliburton hatten versucht, eine Hochdruck-Wasserleitung aufzutauen.
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DenverBei einem Fracking-Unfall im US-Staat Colorado sind ein Arbeiter getötet und zwei weitere schwer verletzt worden. Die drei Auftragnehmer des US-Konzerns Halliburton hatten versucht, eine über Nacht gefrorene Hochdruck-Wasserleitung aufzutauen, berichtete die Lokalzeitung „Greeley Tribune“ am Donnerstag. Als die Leitung zerbrach, schoss ein starker Wasserstrahl hervor, der einen der Männer traf und tötete.

Beim Fracking-Verfahren wird Gestein mit hohem hydraulischen Druck aufgebrochen, um Gas und Öl aus Gesteinsschichten mit geringer Durchlässigkeit zu gewinnen. Vor allem die USA setzen auf Fracking - auch, um unabhängiger von Erdöl- und Erdgaslieferungen aus dem Ausland zu werden. Die Methode gilt als gefährlich und ist deshalb umstritten.

2012 wurden dem Arbeitsministerium zufolge in den USA 138 Angestellte der Gas- und Öl-Industrie am Arbeitsplatz getötet. Seit 2007 soll das Verfahren nach Angaben der Umweltorganisation Natural Resources Defense Council in 40 Fällen Trinkwasser verunreinigt haben. Wissenschaftler haben in Texas zudem einen Zusammenhang zwischen Fracking und einer höheren Zahl an Erdbeben bewiesen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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