US-Wahlkampf
Kerry und Hitler in Wahlspot von Bush

Der Wahlkampf zur US-Präsidentschaft nimmt seltsame Züge an. Bushs Wahlkampfteam wirbt mit einem Spot, der Herausforderer Kerry und Adolf Hitler in einen Zusammenhang stellt.

HB BERLIN. Geschmacklosigkeit kennt im US-Präsidentschaftswahlkampf der Republikaner offenbar keine Grenzen. Dass der amtierende Präsident George W. Bush über seinen Herausforderer von den Demokraten, John Kerry, ablästert, ist nachvollziehbar und im US-Wahlkampf durchaus üblich. Dass die Kampagne des Bush-Teams sich jetzt aber der Figur Adolf Hitlers bedient, um Kerry schlecht zu machen, ist von den Demokraten – verständlicherweise - mit großer Empörung aufgenommen worden.

Die Republikaner hätten Kerry mit Adolf Hitler in Verbindung gebracht, was außerordentlich unsensibel sei, sagte der Sprecher von Kerrys Kampagne, Phil Singer, in Washington. Es sei grundsätzlich falsch, mit Hitler Werbung zu machen. Dies sollte von jeder politischen Strömung beachtet werden.

Die Demokraten forderten, Bushs Wahlkampfteam müsse den TV-Spot sofort zurückziehen. Außerdem müsste sich die Kampagnen-Macher entschuldigen. Ein Sprecher von Bushs Wahlkampfteam wies die Vorwürfe umgehend zurück.

In dem Spot werden Gesichter von Kerry, dem früheren demokratischen Vize-Präsidenten Al Gore sowie anderen Bush-Gegnern mit einem Bild Hitlers vermischt. Der Spot endet mit den Worten: «Es ist nicht die Zeit für Pessimismus und Wut. Es ist Zeit für Optimismus, beständige Führung und Fortschritt.»

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