USA
Schüsse im Holocaust-Museum

Die USA ist bestürzt über eine Bluttat im Holocaust-Museum in Washington: Ein wegen seiner Hasstiraden gegen Juden einschlägig bekannter 88-jähriger Amerikaner hat am Mittwoch in dem Museum im Herzen der amerikanischen Hauptstadt einen Sicherheitsbeamten erschossen.

HB WASHINGTON. Bei einem anschließenden Schusswechsel wurde der Täter dann selbst getroffen und schwer verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann allein handelte. US- Präsident Barack Obama äußerte sich erschüttert. Auch Israel reagierte schockiert über die Bluttat in dem Holocaust-Museum und verurteilte die Tat in einer Stellungnahme der Botschaft in Washington.

Der Vorfall „erinnert uns daran, dass wir wachsam sein müssen gegenüber Antisemitismus und Vorurteilen aller Art“, heißt es in einer Erklärung des Präsidenten. „Keine amerikanische Institution ist so wichtig bei diesen Bemühungen wie das Holocaust-Museum, und keine Gewalttat wird unsere Entschlossenheit mindern, die zu ehren, die wir verloren haben, indem wir eine friedlichere und tolerantere Welt schaffen.“ Obama hatte erst Ende vergangener Woche in Deutschland die KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar besucht.

Der Schütze, dessen Zustand der Washingtoner Bürgermeister Adrian Fenty als „kritisch“ beschrieb, wurde nach Medienberichten als James von Brunn identifiziert. Laut CNN ist der Mann ein bekannter Holocaust-Leugner, der eine antisemitische Webseite „Das Heilige Westliche Reich“ verantwortete. Er habe bereits in der Vergangenheit als „eingefleischter“ Antisemit und Rassist von sich reden gemacht, sei aber anscheinend seit längerem nicht mehr „aktiv“ gewesen, berichtete der Sender unter Berufung auf Behördenkreise. Im Wagen des Mannes hätten Ermittler ein Notizbuch mit einer Liste von anderen Orten in Washington gefunden. Der Zweck dieser Liste war zunächst unklar.

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