USA
Tornados wüten im Mittelwesten

Nur wenige Tage nach dem verheerenden Tornado in Missouri haben Wirbelstürme in Oklahoma und Kansas erneut Todesopfer gefordert. Viele hatten Glück im Unglück, denn das Unwetter brach zur Hauptverkehrszeit los.
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Oklahoma CityHeftige Gewitterstürme haben in den US-Staaten Oklahoma und Kansas am Dienstag mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. Mehrere Tornados trafen Behördenangaben zufolge während der Hauptverkehrszeit in Oklahoma die Hauptstadt Oklahoma City und deren Vororte. Eine Sprecherin der Gerichtsmedizin, Cherokee Ballard, sagte, mindestens vier Menschen seien westlich von Oklahoma City in Canadian County ums Leben gekommen. Dort sei eine Windgeschwindigkeit von 243 Stundenkilometern gemessen worden.

Behördenangaben zufolge wurden in Oklahoma mindestens 60 Menschen verletzt, darunter drei Kinder, die sich in kritischem Zustand befanden.

Im Staat Kansas kostete starker Wind zwei Menschen das Leben. Der Sturm habe am Dienstagabend (Ortszeit) einen Baum auf den Minibus der Opfer nahe der Kleinstadt St. John, rund 160 Kilometer westlich der Stadt Wichita, geworfen, teilte die Polizei mit. Die Verkehrsstraße musste wegen Schäden durch den Sturm geschlossen werden. Im Norden von Texas entstanden Trichterwolken, mindestens ein Tornado wütete dort. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst aber nicht.

Die Behörden rechneten für die Nacht zum Mittwoch mit weiterem Unwetter, wenn die Stürme nach Osten weiterziehen. Wegen des Unwetters ließen Behörden und zahlreiche Unternehmen im Staat Oklahoma ihre Angestellten einige Stunden früher nach Hause gehen, damit sie sich vor dem Sturm in Sicherheit bringen konnten.

Vor wenigen Tagen hatte ein massiver Tornado die Stadt Joplin im US-Staat Missouri getroffen und 122 Menschen das Leben gekostet. Es war der tödlichste Tornado in den USA seit 1950.

 

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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