Vater und Vollzeit-Royal
Prinz William kehrt der Armee den Rücken

Er war mit Leib und Seele Hubschrauberpilot – doch nun rufen die königlichen Pflichten und die Familie. Prinz William schließt das Kapitel Royal Air Force. Künftig kümmert er sich um Artenschutz und Kinder.
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LondonDer grüne Overall kommt für immer in den Seesack: Prinz William, seit mehr als sieben Jahren Soldat mit Leib und Seele, macht Schluss bei der Royal Air Force. Nicht, dass sich der Prinz dem Kommando seiner Großmutter, Queen Elizabeth II., entziehen wollte, die laut britischer Verfassung als Staatsoberhaupt offiziell den Oberbefehl über die Streitkräfte führt.

William zieht nach der Geburt seines Sohnes George mit Ehefrau Kate und Kind nach London. Nach Lage der Dinge wird er künftig Vollzeit-Royal sein. Sein Alltag wird künftig eher von Dinner-Partys als von Dienstbesprechungen geprägt sein, das abgelegene Cottage im Norden von Wales tauscht die Familie mit einem großzügigen Wohnflügel im Londoner Kensington Palast.

Die Entscheidung kommt für Beobachter des Hofes in London nicht unerwartet: Die britischen Royals stehen vor einem Generationenwechsel. Queen Elizabeth II. ist mit ihren 87 Jahren zwar gemessen an ihrem Alter erstaunlich fit - doch naturgemäß nicht mehr die Jüngste. Ihr Ehemann Prinz Philip, seit 61 Jahren steter Begleiter der Königin bei allen offiziellen Reisen, musste zuletzt häufiger ins Krankenhaus.

Schon jetzt werden im Buckingham Palast kaum noch langfristige Planungen für Auslandsreisen der Senior-Royals gemacht, wie Diplomaten in London berichten. Hier sollen William, die Nummer zwei der Thronfolge und seine fotogene Gattin Kate mehr und mehr in die Bresche springen.

Die ersten Gehversuche der jungen Generation im Dienste der Krone waren ausgesprochen vielversprechend. Sowohl Kate und William als auch dessen jüngerer Bruder Harry wurden schon zum Diamantenen Thronjubiläum der Queen im Jahr 2012 in Sachen internationaler Eigenwerbung der Royals eingesetzt. Bei ihren Besuchen etwa in Südostasien, in der Karibik oder in Australien wurden sie überwiegend frenetisch gefeiert.

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